Bastelanleitungen

 
Kartengestaltung

Also für die Kartengestaltung gibt es sehr, sehr viele Möglichkeiten. Und was für abenteuerliche Namen ich da gefunden habe.
Embossing – Prägetechnik
Man benötigt Papier, Prägestifte, Schablone und eine Leuchtquelle.
Prägestifte - Stifte, die anstatt einer Spitze eine Kugel besitzen
Leuchtquelle – es gibt spezielle Lichtkästen oder –tische, man kann aber auch eine Lampe unter eine Glasplatte (mein Glasbrett aus der Küche ist ideal dafür) stellen
Die Schablone auf das Glas und das Papier mit der Rückseite nach oben darüber legen. Das Motiv mit dem Prägestift in das Papier prägen. Man kann die geprägten Muster auch noch colorieren.
Pricking – Nadel-Lochmuster
Wer kennt das nicht schon aus dem Kindergarten.
Man benötigt Papier, Pricking–Nadel und Pricking-Matte.
Pricking–Nadel – man kann auch eine Sticknadel nehmen, aber Pricking-Nadeln haben einen Griff und man kann sie besser halten
Pricking-Matte – weiche Matte, alternativ eine dicke Moosgummiplatte
Papier mit der Rückseite nach oben auf die Matte legen und mit der Nadel Muster stechen. Man kann auch hierbei Schablonen verwenden.
Papuela – Karten weben
Man benötigt Papier, schneidfeste Unterlage, Cuttermesser Schablone, Papierstreifen und eine Durchziehnadel.
Die Schablone sollte auf dem Papier befestigt werden, damit sie nicht verrutscht. Mit dem Messer gemäß der Schablone die Schnitte einfügen. Schablone entfernen und mithilfe der Durchziehnadel die Papierstreifen durch die Schnitte ziehen. Zum Schluss die Papierstreifen auf der Rückseite mit Tesafilm befestigen.
Incire – Kartenmuster schneiden
Man benötigt Papier, Schablone und ein Cuttermesser.
Ähnlich wie beim Karten weben werden mithilfe der Schablone Schnitte in die Karte eingefügt. Allerdings laufen diese Schnitte nicht parallel, sondern treffen sich in den Endpunkten. Auf diese Weise kann man Teile der Karte anheben und umknicken. Es entstehen Löcher und plastisch vorstehende Kartenecken. Ein besonderer Effekt entsteht, wenn die Karte auf der Rückseite eine andere Farbe hat. Durch das Umknicken wird diese dann sichtbar.

Fadengrafik - manchmal auch als Spirelli-Technik bezeichnet
Die Kunst besteht darin, an manchen Stellen den Stich so auszulassen, dass auch die Rückseite sauber - bei manchen, fortgeschrittenen Modellen sogar ebenso wie die Vorderseite - aussieht.
Hier eines der einfachsten runden Modelle:
Glückwunschkarte, bei der in die Mitte des Motivs eine Zahl eingetragen werden kann oder auch ein 3-D-Bild passt.
Zeichne einen Kreis.Teile ihn wie auf dem Winkelmesser in 36er Schritten ein. Ich habe Durchnmesser 7 cm und 72 Löcher vorgestochen.
Der Reihe nach nähen
1. von hinten nach vorn
also
1 aus - 6 ein - 7 aus - 2 ein
3 aus - 8 ein - 9 aus - 4 ein
in diesem "Vierer-Abstand" die Runde weiter arbeiten bis wieder Loch 36 (oder Loch 72) eingestochen wird.Enden verknoten, fertig.
Je größer dern Abstand zwischen den Löchern gewählt wird, um so kleiner bleibt die Innenöffnung des Modells.
Vielen Dank an Fadengraf für diese schöne Anleitung. Mehr von diesem Hobby unter www.bastelnmitfriedel.de

 

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Servietten-Technik
Servietten-Technik ist eine sehr schöne Möglichkeit Gegenstände zu verschönern. Ob Holz, Glas, Metall oder Porzellan – alles kann verziert werden. Als Minimum-Ausrüstung braucht man eigentlich nur Klarlack und Servietten.
Man nimmt von den Servietten nur die oberste, bedruckte Lage. Da die Motive dann sehr dünn und durchscheinend sind, sollte der Untergrund möglichst hell sein. Sollte das nicht der Fall sein, so muss man erst mit Farbe ran. Wenn der Untergrund soweit klar ist, geht es an die Motive. Am besten schneidet man sie zuerst aus und trennt dann erst die obere Lage ab.
Nun hat man 2 Möglichkeiten wie man vorgehen kann.
1. Das Motiv auf den Gegenstand legen (bunte Seite nach oben) und mit einem Pinsel von der Mitte des Motivs aus den Lack auftragen.
2. Den Gegenstand mit Lack bestreichen, das Motiv auflegen und vorsichtig mit einem Tuch oder den Fingern andrücken.
Trocknen lassen und fertig.
Man hat auch die Möglichkeit, das Ganze plastisch zu gestalten. Man unterlegt einige der Servietten-Teile mit Pappe, Knetmasse oder was einem sonst noch so einfällt.
Soll der Gegenstand nur dekorativ auf dem Regal stehen, so ist man schon fertig, soll er jedoch abwaschbar sein, so muss man mehrere Lackschichten auftragen. Ganz wichtig ist hierbei, dass die Lachschichten immer vollkommen getrocknet sind.
Es gibt sogar die Möglichkeit Servietten auf Stoff aufzubringen. Dazu muss man allerdings einen speziellen Lack verwenden. Die Vorgehensweise ist die gleiche, man muss nur nach dem Trocken mit Back- oder Butterbrotpapier über die Motive bügeln.

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Kerzen-Gießen
Was man braucht ist folgendes:
• Kochtopf
• Konservendose
• Wachslinsen oder Wachsreste
• Docht
• Gefäß in das die Kerze gegossen wird
Als Schmelzgefäß verwendet man eine Konservendose. Um Verletzungen zu vermeiden, sollte man aber den Rand der Dose mit etwas Schmirgelpapier entschärfen. Wer es kann sollte sich einen Ausguss biegen, das erleichtert das Gießen. In die Dose Wachs einfüllen und dann im Wasserbad schmelzen. Niemals direkt auf die Kochplatte stellen und nicht unbeaufsichtigt schmelzen lassen. Selbstentzündung und Brandgefahr!!!
Gefäß und Docht bereitstellen. Zum Docht ist folgendes zu sagen. Je dicker die Kerze, desto dicker der Docht. Damit der Docht in der Kerze nachher schön gerade ist, taucht man ihn einmal kurz in das Wachs und zieht ihn dann glatt. Er sollte auf jeden Fall länger als die Kerze sein, der Rest wird dann später abgeschnitten. Den Docht am Boden des Gefäßes befestigen (geht ganz gut mit etwas Knete). Damit der Docht schön stramm ist, legt man einen Bleistift oder ähnliches auf das Gefäß und bindet den Docht daran fest. Wenn die Kerze später aus der Gießform herausgeholt werden soll, muss man darauf achte, dass die Form elastisch ist, oder aber aufgeschnitten werden kann.
Die Vorbereitungen wären damit abgeschlossen und man gießt das flüssige Wachs in die Gießform. Da Wachs beim Erkalten schrumpft, muss man nach einiger Zeit etwas Wachs nachgießen.
Dann heißt es nur noch warten, bis die Kerze völlig erkaltet ist und sie gegebenenfalls aus der Form lösen.
Und noch etwas – man kann dem Wachs auch Duftstoffe beimischen!

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Salzteig
• 500 g Mehl
• 200 g Salz
• 1/4 l Wasser
• Öl
Mehl, Salz und Wasser miteinander mischen. Ein Schuss Öl macht den Teig geschmeidiger.
Und schon geht’s los. – Die fertigen Figuren einfach an der Luft trocknen oder bei 50 Grad im Backofen (bis sie leicht bräunlich sind).
Farbe kann man auf zwei verschiedene Weisen ins Spiel bringen. Entweder zum Schluss mit Plakafarbe bemalen oder aber den Teig vorher mit Gewürzen (Paprika, Curry, …) einfärben.
Knete
Das ist die ideale Knete für Kinder und von der Konsistenz her genauso mit PayDoo.
• 400 g Mehl
• 200 g Salz
• 2 Esslöffel Alaunpulver ( gibt es in der Apotheke )
• 3 Esslöffel Öl
• 1/2 Liter kochendes Wasser
Lebensmittelfarbe (aus dem Backregal oder aus der Apotheke)
Mehl, Salz und Alaunpulver mischen. Dann mit dem heißen Wasser und dem Öl zu einem geschmeidigen Teig verarbeiten. Zum Schluss mit Lebensmittelfarben einfärben.
Damit die Knete lange geschmeidig bleibt, sollte sie in einer luftdichten Dose aufbewahrt werden. Die Knetwerke der Kinder können an der Luft getrocknet werden, damit die Farbe nicht ausbleicht, einfach mit Klarlack lackieren.
Window Color
Am besten nimmt man als Anfänger ein Komplett-Paket. Darin ist alles enthalten, was man für den Anfang braucht.
• Trägerfolie
• Vorlagen
• schwarze Konturenfarbe
• Ausmalfarben
Und schon kann man loslegen. Man legt die Vorlage unter die Trägerfolie und zeichnet die Linien mit der Konturenfarbe direkt aus der Flasche nach. Damit die Spitze sauber bleibt, wischt man sie mit einem Zewatuch ab. Der erste Schritt gemacht und erstmal Pause angesagt, denn die Kontur muss aushärten (mindestens 4 Std.) bevor man mit Farbe auffüllen kann.
Wenn es soweit ist, bringt man die Farbe auf. Die Farbe sollte nicht zu dünn aufgetragen werden und immer mit der Kontur abschließen. Wenn beim Auftragen der Farbe Blasen entstehen, so kann man sie mit einer Nadel aufstechen. Und wenn man ausversehen über die Kontur gemalt hat, ist es auch nicht schlimm. Einfach trocknen lassen und später mit der Schere abschneiden. Wenn alles getrocknet ist, das Bild einfach abziehen und ans Fenster kleben. Das Gute daran ist, dass man sie auch wieder abziehen kann und fürs nächste Jahr aufbewahren kann. Das macht man am besten, indem man sie auf Klarsichthüllen klebt und in einem Ordner abheftet. Die Klarsichthüllen kann man auch prima als Trägerfolie verwenden.
Das ist eigentlich schon alles, was man für den Anfang wissen muss.
Man hat mit Window Color aber noch mehr Möglichkeiten. Es gibt verschieden Konturenfarben, die man verwenden kann. Gold und Silber ist für weihnachtliche Motive sehr schön. Außerdem kann man die Farben untereinander mischen und so dem Bild eine individuelle Farbgestaltung geben. Schöne Effekte erzielt man auch, wenn man die Farben, wenn sie noch nass sind, mit einem Stäbchen ineinander zieht.
Eine andere Möglichkeit ist die Verwendung von Windradfolie. Die Folie ist stärker und man kann sie z.B. für Mobiles verwenden.
Scrap-Booking
Schon wieder so ein Name. Gemeint ist einfach das Arrangieren und Dekorieren von Fotoalben. Erinnerungen die mit Fotos festgehalten wurden, erhalten ein individuelles Aussehen. Das heißt die einzelnen Seiten des Albums und natürlich das Deckblatt werden mit den verschiedensten Dingen dekoriert.
Muscheln, Steinchen, Sand, Federn, Münzen, Tickets, Klebesticker, Trockenblumen, Gräser, Blätter, Bänder, Borden, Spitze …
Man kann eigentlich alles verwenden, was zu dem Thema des Albums passt. Es sollte nur nicht zu dick sein. Für Gräser oder Blütenblätter gibt es spezielle Klarsichthüllen damit sie besser geschützt sind.
Wichtig ist auch der Hintergrund. Es sieht doch einfach niedlich aus - ein Baby-Album in zartrosa mit kleinen Wolkchen. Auch ist die Auswahl an Papieren riesengroß.
Stempel sind natürlich auch eine gute Möglichkeit zum Verzieren.

© 2002 Kivelitz