Freundinnen

 

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OOONicoleOOO76
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Re: Freundinnen

Beitrag von OOONicoleOOO76 » Sonntag 16. Juni 2013, 08:47

Hallo Ihr Lieben, :wink2:

Das Thema finde ich sehr Interessant!
Denn ich habe in den letzten Jahren festgestellt, das daß in der heutigen Zeit nicht mehr so ist mit den Freundschaften wie früher.
Wir leben jetzt in einer schnelllebigen Zeit, wo alle/ viele Menschen nicht mehr die Zeit haben, sich mit seinen Mitmenschen wirklich zu beschäftigen/einzulassen.
Das Leben ist wie eine Reise im Zug.
Man steigt ein, fährt eine Weile mit, und steigt irgendwann wieder aus, so ist dies inzwischen auch mit den "Freundschaften", was ich sehr schade finde.

Ich habe zwei Freundschaften, dachte ich immer.
Die erste habe ich mit acht Jahren.
Wenn ich in Berlin bin, bin ich bei Ihr.
Sie war jetzt auch das erste mal bei mir, um mir IHR Auto zu bringen, was Sie mir überlassen hat.
Mal telefonieren wir des öfteren miteinander, mal auch weniger, Sie ist wie ein Stern, den man nicht immer sehen kann.

Der zweite "Freund", den habe ich damals Anfang 2000 im AOL kennen gelernt, nur leider ist diese Freundschaft zerbrochen, weil ich warscheinlich zu ehrlich war/bin.
Wir haben in diesem Jahr noch nicht miteinander gesprochen, was ich sehr schade finde.
Ich habe Ihm bei Facebook vor zwei Monaten zum Geb. gratuliert, worüber Er sich auch gefreut hat.

Mein derzeit bester Freund an meiner Seite ist und wird es immer bleiben mein MAX. :D
Hier in Lippstadt habe ich nicht wirklich Freundschaften, den die sind einseitig, wenn die "Freunde" Hilfe brauchen, bin ich immer da, aber wenn ich, wie jetzt hilfe brauche beim Umzug hat keiner "Zeit"!

Vor meiner Selbstständigkeit habe ich beschlossen, nicht mehr "immer parat" zu stehen, wenn jemand hilfe braucht, sondern einen Augenblick abzuwarten.
Dies ist mir nicht immer gelungen, weil ich immer da bin, wenn jemand hilfe braucht.
Jetzt ist es so, das sich keiner bei mir meldet, weil ich ja "Selbstständig" bin, keine Zeit/ geld habe, um sich zu treffen.
Solche können mich gerne weiterhin von hinten sehen, den die brauche ich in meinem Leben nicht mehr!
Ich möchte nicht immer nur die "Ladestation" für andere sein, ich brauche auch jemanden, wo Ich mich aufladen kann.
Klar, wenn mich jemand anruft und hilfe braucht, helfe ich, wenn es mir möglich ist.
Nur schade, das mir JETZT keiner hilft, und das empfinde ich als sehr traurig, und werde mich mehr zurück ziehen.
Und mich weiterhin mit neuen gegebenheiten beschäftigen/ einlassen.

Ich möchte lernen, das ich mir nicht mehr den Boden unter den Füßen weg reißen lasse, von "Freunden".

Ich werde "weiterhin" mit dem Zug fahren, und offen für neue Menschen sein.
Freundschaft macht das Schwere einfach, das Trübe klar
und das Alltägliche wundervoll.

cystuskraut

Re: Freundinnen

Beitrag von cystuskraut » Dienstag 18. Juni 2013, 19:11

Mir geht es auch sehr gut ohne beste Freundin.
Ich freunde mich schnell mit Leuten an und quatsche aber mehr will ich inzwischen auch nicht.

Wir haben jetzt einen kleinen Bekanntenkreis mit netten Leuten und das reicht.

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Re: Freundinnen

Beitrag von Sternkeks » Dienstag 18. Juni 2013, 23:15

@Cystuskraut, ganz genau so geht es mir auch, und es geht mir gut dabei!!!
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

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Westernlady
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Re: Freundinnen

Beitrag von Westernlady » Mittwoch 19. Juni 2013, 07:13

Das hätte mir vielleicht auch gereicht wenn ich wenigstens Bekannte gehabt hätte.
Aber wenn man einfach nicht die Klappe aufkriegt und auch sonst gemieden wird kann man ganz schön einsam sein.
Jeder Sieg, den man über sich erringt, ist wie ein Sonnenaufgang.

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Hedwig
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Re: Freundinnen

Beitrag von Hedwig » Donnerstag 20. Juni 2013, 22:47

meine besten freundinnen aus der schulzeit gibt es noch,auch wenn wir uns nicht so oft sehen können,telefonieren wir immer zwischendurch und zu bestimmten zeiten.natürlich verändern sich auch im laufe der jahre freundschaften. aber wir halten trotz der entfernungen zusammen und wenn es .....kommt,herlfen wir uns auch gegenseitig. zum beispiel halfen wir nach dem unwetter das haus wieder au vordermann zu bringen und die kinder wurden von den omas super gut betreut.

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Westernlady
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Re: Freundinnen

Beitrag von Westernlady » Freitag 21. Juni 2013, 06:00

Dieser Zusammenhalt in Krisenzeiten ist doch super. Das verdient Respekt.
Jeder Sieg, den man über sich erringt, ist wie ein Sonnenaufgang.

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stella
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Re: Freundinnen

Beitrag von stella » Freitag 21. Juni 2013, 13:00

westernlady das verdient keinen respekt.
sowas nennt sich freundin und da sollte dies selbstverstaendlich sein. :lol:

Marienbad
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Re: Freundinnen

Beitrag von Marienbad » Sonntag 23. Juni 2013, 09:57

Gute Feundschaften bilden sich mit den Jahren heraus. Ich habe 2 gute Freundinnen aus der Sandkistenzeit und aus der Berufszeit. Habe über Jahrzente Kontakt zu ihnen gehalten. Mal mehr und mal weniger. In der Kindererziehungszeit waren wir alle sehr beschäftigt, da zum Teil ja auch berufstätig. Dann wurden kurze Grüße oder Telefonanrufe ausgetauscht. Jetzt, wo die Kinder groß und wir alle Rentnerinnen sind, ist die Freundschaft sehr intensiv. Da wir nicht mehr in einer Stadt wohnen, planen wir jedes Jahr einen Urlaub für 1 Woche zusammen. Das ist herrlich. Mit der einen Freundin mache ich immer eine 1wöchige Radtour. Wir suchen uns immer eine andere Gegend von Deutschland aus, die wir dann mit dem E-Bike erkunden. Mit der anderen Freundin mache ich immer einen Wellness-Urlaub. Wir kennen uns jetzt über 50 Jahre.

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Hedwig
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Re: Freundinnen

Beitrag von Hedwig » Sonntag 23. Juni 2013, 19:50

eine gut e freundin sollte auch ein " nein " akzeptieren können

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Westernlady
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Re: Freundinnen

Beitrag von Westernlady » Sonntag 23. Juni 2013, 21:20

Da geb ich dir Recht.
Jeder Sieg, den man über sich erringt, ist wie ein Sonnenaufgang.

Peppermint
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Re: Freundinnen

Beitrag von Peppermint » Donnerstag 27. Juni 2013, 08:55

Westernlady hat geschrieben:Hab ich so ausführlich geschrieben, dass du mich für Peppermint hältst?
Nein, es ist die Westernlady.
:)

Hallo, nu bin ich es wirklich :lol:
zunächst einmal entschuldigt bitte meine nicht so dolle Beteiligung in der letzten Zeit. Ich war/bin mehr als eingespannt im Moment.
Meine Tochter bewohnte den ausgebauten Giebel in unserem Haus und ist jetzt in die untere Wohnung gezogen. Da Männe nun den großen Raum als sein Computerzimmer haben will, hab ich natürlich angefangen, oben erstmal auszusortieren, putzen, aufräumen, umräumen etc.....
Dann haben wir oben noch 2 Zimmer - eines möchte mein Männe zum Gästezimmer herrichten (also putzen, streichen, Boden verlegen), das andere soll mein kleines Reich werden (auch putzen, streichen etc.). Aus unserem jetzigen "Arbeitszimmer" wird dann hoffentlich bald mein Esszimmer.
Da ich am Montag wieder anfange zu arbeiten, drängt mich etwas die Zeit.
Bitte habt ein wenig Nachsicht :oops:

Aber zum Thema:

Ich dachte ebenfalls, ich hätte 2 Freundinnen.
Sie waren auch immer für mich und meine Sorgen da (wie auch anders herum).
Ich war 14 Jahre alleinerziehend im Vollzeitjob. Als ich mich von meinem 1. Mann trennte waren meine Töchter 9 und 3.

Dann lernte ich meinen jetzigen Ehemann kennen. Wir wollten heiraten - endlich ging es mir gut. Musste ich mich doch nicht mehr allein mit allem herumschlagen, sondern hatte endlich einen lieben Menschen an meiner Seite, den ich über alles liebe.
Klar sollten meine Freundinnen davon erfahren!
Klar sollten sie mein Glück mit mir teilen!
Schließlich waren sie ja nicht nur für die schlechten Zeiten da.
Aber weit gefehlt! Leider....

Die eine interessierte sich kaum.
Die andere, sie sollte meine Trauzeugin sein, ließ mich ständig im Stich....keine Zeit, keine Zeit, keine Zeit
Ich will keinen Roman schreiben, aber ich war sehr verletzt (schmerzt heute noch nach 9 Jahren!)
Zum Schluß stand ich ohne Trauzeugin ohne eine einzige Freundin da.
Unsere Entfernung beträgt ca. 50 km - also nicht einmal bis zum Mond. Aber nicht mal zum Telefon greifen können sie nicht. Ich habe immer wieder den Kontakt gesucht, vergeblich. Keine Resonanz. Dabei hätte ich so gerne wieder eine Freundin, mit der man lachen und weinen kann.
Aber auch ich denke, unsere Zeit ist viel zu schnelllebig und die Menschen sind viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt.
Schade.

In einem anderen Forum bin ich später ebenfalls bitter enttäuscht worden.
Nachdem ich so einiges von mir preisgegeben hatte, mich eingebracht habe, immer ein offenes Ohr und eine helfende Hand für die anderen hatte und immer stets Rücksicht genommen habe, musste ich eines Tages sehen, dass ich für sie nicht das war, was sie für mich waren.

Daraufhin habe auch ich angefangen, in meinem Leben aufzuräumen.


Aufräumen…

….nein, nicht die Wohnung, das Haus – auch nicht Keller oder Dachboden – nicht die Schränke und Regale…..sondern mein Leben, meine Gefühle, meine Gedanken, meine Erwartungen….

Wir räumen alles auf – ordnen neu, sortieren aus, trennen uns von Altem und erfreuen uns am Neuen.

Warum machen wir es nicht mit unserem Leben genauso?
Warum schaffen wir uns dadurch nicht neue Sichtweisen, Orientierungen?

Oh! Manchmal habe ich große Lust, mein Leben aufzuräumen.
Aber in unserem Leben gibt es nicht nur Dinge sondern auch Lebewesen. Und angesichts dessen frage ich mich oft: „darf ich ihn/sie aufräumen? Wegräumen? Umstellen? Womöglich entfernen?“

Viele unterschiedliche Menschen kreuzen unser Leben.

Viele von ihnen reden von Freundschaft. Aber Freundschaft ist nicht nur ein Wort….dahingesagt, weil die Laune es gerade zulässt.

Man kann Freundschaft nicht dann pflegen, weil man gerade nichts anderes/besseres zu tun hat.

Man kann nicht heute sagen: du bist mein Freund/meine Freundin und ich empfinde viel für dich und morgen eben diesen Freund oder diese Freundin vor den Kopf stoßen.

Man kann nicht Freundschaft halten, pflegen, hegen, erwarten und vielleicht auch geben, wenn einem gerade mal danach ist.

Freundschaft ist IMMER!

In guten und in schlechten Zeiten – wobei in letzteren sich wahre Freundschaft definiert.
Auch tut es einer Freundschaft nicht unbedingt gut, wenn der eine vom anderen völlig involviert wird, aber andererseits vom anderen im Unklaren gelassen wird.

Es ist auch für keine Freundschaft förderlich, das grenzenlose Vertrauen des anderen zu erwarten und zu bekommen, aber man selbst eben diesem offen sagt, dass er in bestimmten Punkten dieses Vertrauen nicht genießen darf, nicht bekommt.

Freundschaft……ein ebenso großes Gefühl wie Liebe…..oder sagt man das auch nur so dahin?

Oder wird vielleicht oftmals Freundschaft mit NEUGIER verwechselt?

Der eine erwartet Rücksicht – er hat ein schlimmes Schicksal erlitten.
Er erwartet sie nicht nur, er nimmt sie.
Ich mache gerne mit – klar! Rücksichtnahme ist selbstverständlich! Ohje, wie schlimm wäre es, wenn mein Gegenüber diese nicht von mir bekäme…..
Aber wer gibt ihm das Recht, sich gleichzeitig mir gegenüber rücksichtslos zu zeigen?

Der nächste erwartet, nicht eingeengt zu werden – er braucht seine Freiheiten.
Er erwartet sie nicht nur, er nimmt sie.
Ich mache gerne mit – er soll seinen Freiraum haben. Ich bin die Letzte, die ihn einengen will. Nicht auszudenken, wenn ich ihm nicht dieses Gefühl geben würde…..
Aber wer gibt ihm das Recht, dennoch mich einzuengen, grad wie es ihm gefällt?

Der andere erwartet, mit Samthandschuhen behandelt zu werden – er ist so sensibel.
Er erwartet es nicht nur, er fordert es geradezu.
Ich mache gerne mit – sensible Menschen können so schrecklich leicht zerstört werden!
Aber wer gibt ihm das Recht, Sensibilität zu fordern und gleichzeitig unsensibel in seinen Worten und Taten mir gegenüber zu sein?

Wie kann ein Freund/eine Freundin dem anderen vorwerfen, er habe ja keine Interesse für ihn/sie gehabt, wenn er sie/ihn nicht an seinem Leben teilhaben lässt?

Aber wie kann der andere wissen, dass er mich damit verletzt?
Er kann es nicht wissen, denn ich sage es ihm nicht.
Warum nicht?

Oh, das hat viele Gründe!
- aus Rücksicht auf erwartete Rücksichtnahme
- aus Rücksicht darauf, nicht einzuengen
- aus Rücksicht auf Sensibilität
- aus Rücksicht erwartetes Verständnis
- aus Rücksicht auf die Lebensumstände
- aus Rücksicht auf gesundheitliche Einschränkungen

Wozu noch Zeit investieren, dem anderen alles zu erklären und haarklein auseinander zu legen? Vielleicht leuchtet es ja ein, vielleicht fühlt der andere sich aber doch nur wieder eingeengt, rücksichtslos und unsensibel behandelt oder, schlimmer noch, unverstanden?

Also warum verletzen?
Unnötig!
Erkennen und feststellen: schlussendlich habe ich selbst meine Erwartungshaltungen zu hoch gesteckt? Oder wurde es mir leicht gemacht, diese hoch zu stecken?

Schmerzlich festzustellen, dass man doch nicht der Mensch für den anderen ist, als den man sich immer gesehen hat und als den man einem oftmals das Gefühl gab zu sein.

Enttäuschungen sind meist schmerzlicher Natur – aber: wer nichts erwartet, der kann auch nicht enttäuscht werden.

Manchmal möchte ich laut rufen: auch ich habe Rücksichtnahme verdient!
Auch ich bin sensibel!
Auch ich möchte über mein Leben selbst entscheiden – brauche auch meine Freiheiten!
Doch ich habe keine Lust auf kopf schüttelnde Menschen, die mir missbilligend sagen, ich habe mich so schrecklich zu meinem Nachteil verändert.
Darum bleibt es unausgesprochen.

Ja, ich habe mich verändert, in den Augen ANDERER.
Ich für mich bin immer noch derselbe Mensch. Leider hat man sich nie die Zeit genommen, sich für mich zu interessieren.
Zu sehr war man mit sich selbst beschäftigt und im Laufe der Zeit hat man mich in seinem Leben erst umgestellt, umsortiert und letztlich entfernt.
Wundert es dich, dass ich in deinem Leben nun nicht mehr bleiben will?

Ich mag mich nicht länger auseinandersetzen mit dem Warum? Wieso? Weshalb?

Ging es mir schlecht und durfte man teilhaben an den unschönen Ereignissen in meinem Leben, so war man für mich da. Ich schüttete mein Herz aus, gewährte Einblicke in mein tiefstes Inneres, teilte Gefühle und Ängste mit – habe meine nackte Seele offen dargelegt und machte mich damit selbst verletzbar.

Ich wurde Freundin genannt!.....so lange ich teilhaben ließ

Aber als „Freundin“ hatte ich bei unschönen Ereignissen des/der anderen nichts zu suchen.
Ja, es wurde mir, der so genannten Freundin, offen gesagt, dass es nicht jeder wissen dürfte.

Gut, nun war ich nicht mehr Freundin – jetzt war ich JEDER

Eigeninitiative…….das wär’s gewesen!
Freundschaften soll man ja bekanntlich pflegen…..

So machte ich mir Gedanken darüber…..was wäre schöner als eine gelungene Überraschung?
Unverhofft…..aus heiterem Himmel?
Was könnte Freude bereiten?
Zeit und Geld spielten dabei keine Rolle!

Die Freude des anderen zu sehen, zu spüren, zu erfahren – das ist soviel mehr wert!

Aber zu oft war meine Eigeninitiative ein schmerzlicher Prozess, der mir sagte: du bist nicht erwünscht!

Schmerzlich war auch die Erfahrung, dass man selbst weniger wert ist als ein Tier.
Tiere genießen auch in meinem Leben einen hohen Stellenwert…….das macht mich nachdenklich und traurig zugleich.

Und so unterließ ich diese Art der Eigeninitiative und wartete darauf, dass der/die andere die Initiative ergreift…….heute noch……vergebens……

Oh, es ließe sich lang und länger fortsetzen, aber ich werde ungeduldig…..ich habe keine Lust mehr auf Annäherungen, die nicht gewünscht sind. Viel lieber möchte ich sie dort einsetzen, wo sie nicht stören, einengen und womöglich sogar unwillkommen sind sondern freudig angenommen werden.

Ent-täuschung = das Ende einer Täuschung

© by Franzi 2007

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Johanna
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Re: Freundinnen

Beitrag von Johanna » Donnerstag 27. Juni 2013, 11:24

ich habe das genau durchgelesen und ziehe für mich ein Fazit aus den ganzen Aufzählungen: Du hast nicht über Dich geredet - über Deine Gefühle, wie Du empfindest. Du hast immer nur Rücksicht genommen, aber nie Deine Ansprüche konkret geäussert. Kennst Du das Buch "Die Wahrheit beginnt zu zweit" von Moeller? Eigentlich dreht sich das Kennenlernen der gegenüberstehenden Person (Freundin, Partner usw.) immer nur durch Erklärungen der eigenen Person, wie man empfindet bei bestimmten Situationen - das Drehen um sich selbst. Und dazu gehört dann auch das intensive Zuhören können.

Ich habe aufgeräumt - sogar bei meinen Kindern. Es war/ist nicht leicht das gebe ich zu, aber es ist zu schaffen. Man muss sich nur immer vor Augen halten, dass Kinder nicht das persönliche Eigentum sind, nur weil man ihnen das Leben gab. Sie haben uns ja auch nicht danach gefragt, oder? Aber letztendlich zähle ICH für mich selbst und was MIR gut tut - denn auch ich habe nur ein Leben und will es so angenehm und frei von Stress/Ärger wie möglich leben. Und was ich für mich haben will, muss ich auch meinem gegenüber zugestehen. Einseitig geht schon mal gar nichts.....da kann auch nichts draus entstehen.

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mary
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Re: Freundinnen

Beitrag von mary » Donnerstag 27. Juni 2013, 21:18

Freunde hat, wer selbst ein Freund ist.
Wie wahr.
Jeder definiert die Freundschaft anders, paar feste Sachen gehören dazu. Loyalität, die schreibe ich ganz groß.
Freundschaft ist aber für mich kein pausenloses Aufeinanderhocken, und 12 von 24 Stunden am Tag zusammen verbringen zu müssen.
Ein Freund kann auch hunderte, tausende von Kilometern entfernt sein, das Gefühl zählt.
In meiner letzen Reha habe ich eine Frau kennengelernt, und aus dieser Bekanntschaft entwickelt sich jetzt richtig nett weiter. Ich denke, nach den vielen, nicht grad einfachen Wochen in Thüringen, haben wir paar gute Fundamente dazu gebaut. "Leider wohnt sie auch in Thüringen, eine Fahrt dauert 3,5 Stunden, aber was zählt die Zeit, wenn alles andere stimmt?
Vor Ort, also nicht unter 30 Kilometer :wink: habe ich wenige Mitmenschen, die ich meine Freundinnen nenne. Genau seit 2006, da ist mir vieles klar geworden, wie wir zueinander stehen, und was sie bereit sind, zu tun, damit es mir gut geht. Das Jahr war sehr hart für mich, mit einem unbefriedigendem Abschluß. Was zurück blieb, waren freundinnen, bis dato Bekannte, die ich 10 und mehr Jahre kannte, und mit denen ich gerne etwas Freizeit verbrachte.
Interessanterweise habe ich zu jedem Hobby oder Interesse, eine Freundin. Mit einer gehe ich shoppen, mit anderen handarbeite ich gerne, die dritte ist eine Wanderfreundin, so geht das bei mir. Keine ist für alles "gut" :D
Aber das macht die Sache spannend.

cystuskraut

Re: Freundinnen

Beitrag von cystuskraut » Donnerstag 27. Juni 2013, 23:30

cystuskraut hat geschrieben:Ich habe ebenfalls in meinem Leben aufgeräumt und für mich gibt es keine Freunde mehr.
Ich habe jede Menge Bekannte,
schrieb ich schon,
ich habe auch aufgeräumt und bin jetzt froh drum.

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mary
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Re: Freundinnen

Beitrag von mary » Freitag 28. Juni 2013, 13:20

Pepermint:
Man kann Freundschaft nicht dann pflegen, weil man gerade nichts anderes/besseres zu tun hat.
Oh ja, oh ja....
Ein Freund kommt auch mal "ungelegen", aber dann meist nur das eine Mal.

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