Freundinnen

 

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Westernlady
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Freundinnen

Beitrag von Westernlady » Donnerstag 13. Juni 2013, 19:21

Habe gerade in einer Frauenzeitschrift über Freundinnen gelesen. Die sind in unserer heutigen Zeit besonders wichtig und glücklich wer wirkliche Freunde hat. Da stand auch, dass Männer eine Seite-an-Seite Freundschaft haben, also gemeinsam ein Hobby pflegen z. B. zum Fußball gehen oder wie die Männer die ich kenne dem Westernhobby frönen. Frauen haben eher eine Gesicht-zu-Gesicht Freundschaft und tauschen sich aus. Jedenfalls haben in diesem Artikel auch einige geschildert wie sie Freundinnen geworden sind. Eine Freundschaft wurde über eine Entfernung von 750 km weitergepflegt, andere konnten sich erst nicht ausstehen (obwohl sie Schwägerinnen wurden) weil sie völlig verschieden waren und wurden dann als beide Eheschwierigkeiten hatten zu Freundinnen.

Meine Freundin ist wie ihr ja schon gemerkt habt die Frau von meinem besten Freund und Wahlbruder. Ihn habe ich zuerst kennengelernt - übers Internet durch unser gemeinsames Hobby, denn er wohnte in Cottbus und ich in Flensburg. Wir hatten in unserem damaligen Westernforum eine Zeitung und ich wollte meine jetzige Freundin überreden und mit Rat und Artikeln beizustehen. Dazu hatte sie zwar keine Zeit, aber sie hat mir so lieb zurückgeschrieben. Wir haben dann erst nur telefoniert und ich habe ihnen immer Postkarten geschrieben um ihnen etwas Gutes zu tun. Als sie dann in Dänemark Urlaub gemacht haben waren sie bei mir zu Besuch. Wir hatten uns noch nie gesehen, außer auf Fotos. Aber ich habe sie gleich beide in die Arme genommen und wir Frauen haben uns auch auf Anhieb verstanden. Am Abend hatten wir schon das Gefühl uns ewig zu kennen und hatten viele Gemeinsamkeiten entdeckt. Sie haben mich dann zum Geburtstag meiner Freundin hierher eingeladen und wenn sie in Urlaub gefahren sind haben sie mich besucht. Ansonsten weiter nur Telefon und Postkarten.

Mein Freund hat ein Mehrfamilienhaus und ich sollte die Gästewohnung als Hauptwohnsitz haben. Jeder hatte seine Vorteile dabei und es war eigentlich so gedacht, dass ich eine Zeit hier, eine bei meinen Mädels in Flensburg und eine Zeit bei meinem damaligen Partner lebe. Letzteres hat sich schnell zerschlagen. Ich war eigentlich nicht mehr glücklich in der Beziehung und meine Freunde haben mir sehr geholfen sie zu beenden. Sie brauchten auch schon meinen Beistand. So lebe ich nun mit den besten Freunden der Welt unter einem Dach und geniesse es. Wir unternehmen zu dritt etwas, aber auch alleine. Beispielsweise machen wir jeden Monat unseren Mädelsabend und jeden Mittwoch Kaffe, Kuchen, Kalkofe. Es ist schön eine Freundin im Hause zu haben, mit ihr essen, ins Konzert, ins Kino oder shoppen zu gehen, sich bei ihr auszuningeln oder für sie ein Ningelkissen zu sein, Feiertage miteinander zu verbringen, die andere zu verwöhnen, Bestellungen gemeinsam zu machen,...... - ich genieße es einfach.

Wie habt ihr denn eure Freundinnen kennengelernt und habt ihr nur eine beste Freundin oder mehrere?
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Ivi
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Re: Freundinnen

Beitrag von Ivi » Donnerstag 13. Juni 2013, 21:39

Ich beneide dich um deine Freundin, Peppermint. :wink: Ich habe noch zwei Freundinnen aus der Schulzeit, mit denen ich hin und wieder Kontakt habe und wenn es klappt treffen wir uns auch mal. Leider wohnt die eine in meinem Heimatort Schwerte (ca. 1 Stunde) und die andere zur Zeit in Ennepetal (ca. 1,5 Stunden). Alle anderen Freundinnen von früher haben sich nicht mehr wirklich bei mir gemeldet seitdem ich aus meinem Heimatort weggezogen bin, weshalb auch ich irgendwann alles eingestellt habe. :(

Hier habe ich leider nie eine richtige Freundin gefunden. Das finde ich sehr schade, es wäre schön wieder jemanden zu haben mit dem man über alles reden kann oder einfach nur mal Kaffee trinken und Spaß haben.
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Westernlady
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Re: Freundinnen

Beitrag von Westernlady » Donnerstag 13. Juni 2013, 22:22

Hab ich so ausführlich geschrieben, dass du mich für Peppermint hältst?
Nein, es ist die Westernlady.
Bevor ich sie gefunden habe gab es nur meine sogenannten Schulfreundinnen - sogenannt weil sie immer nur an sich gedacht haben und nach der Schule war auch Schluß mit der Freundschaft. Für ein paar Monate hatte ich mich mit einer Mutter aus meinem Elternbeirat angefreundet. Das war's in fast 50 Jahren. Deshalb kann ich dich gut verstehen.
Umso mehr freue ich mich jetzt über meine "Hausfreundin".
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Gitte
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Re: Freundinnen

Beitrag von Gitte » Freitag 14. Juni 2013, 14:00

also ich hab nach der schulzeit hier und da eine sogenannte beste freundin gehabt die, wie sich jedesmal rausstellte, nur dann meine besten freundinnen waren wenn es mir gut ging. irgendwann hab ich die illusion aufgegeben jemals nochmal so etwas zu erleben. heute habe ich zwei gute bekannte. es sind beides ehemalige nachbarinnen mit denen man sich zwei dreimal im jahr zum kaffeetrinken, bzw. geburtstagfeiern trifft die ich aber auch anrufen kann wenn es mir mal schlecht geht und umgekehrt. ob man das als beste freunde bezeichnen kann? mir sind die beiden auf jeden fall genug :wink: . ansonsten hat man ja die familie, die schwester meines mannes ist ganz nett hat aber nicht viel zeit weil sie noch voll im berufsleben steht im gegensatz zu mir.
legt euch nicht mit mir an - ich bring euch sonst zum lachen

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Mama48
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Re: Freundinnen

Beitrag von Mama48 » Freitag 14. Juni 2013, 19:37

Ich habe vor einigen Jahren in meinem Leben "aufgeräumt". Wie sich herausstellte waren meine zwei Freundinnen (Jahre lang) nicht gerade das was man von besten Freundinnen erwartet. Seitdem geht es mir ohne "beste" Freundin besser. Gute Bekannte habe ich genug.
LG Mama48.
Solltest du beim Basteln/Nähen in Not geraten - einfach Mama48 fragen.

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Ivi
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Re: Freundinnen

Beitrag von Ivi » Freitag 14. Juni 2013, 23:12

SORRRRRYYYYYYYYYYY!!!!!!!!!! :shock: :oops:
Keine Ahnung wie ich auf Peppermint komme!? Wahrscheinlich hab ich vorher was von ihr gelesen oder so. Es tut mir ehrlich leid und ich hoffe, du verzeihst mir! :?
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Westernlady
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Re: Freundinnen

Beitrag von Westernlady » Freitag 14. Juni 2013, 23:59

Hätte wohl einen Smilie benutzen sollen. Aber ich war auf Schnellantwort und da geht das ja nicht.
Sowas nehm ich doch nicht tragisch - eigentlich nehm ich nie jemandem was krumm. Das ist nicht mein Charakter.
Heute hatten wir übrigens einen Mädelsabend mit Thailändischem Restaurant und Cocktail auf einem Innenhof. Das Wetter hat sich nämlich wider Erwarten zu einem lauen Sommerabend entwickelt. Das muss man in diesem Jahr ausnutzen.
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cystuskraut

Re: Freundinnen

Beitrag von cystuskraut » Samstag 15. Juni 2013, 00:15

Ich habe ebenfalls in meinem Leben aufgeräumt und für mich gibt es keine Freunde mehr.
Ich habe jede Menge Bekannte,
gute und weniger gute Bekannte. Damit bin ich sehr zufrieden.

Auch meine Treffen mit den Userbekanntschaften sind keine Freundschaften.
Mit dem Wort "Freundschaft" gehe ich gaaaanz vorsichtig um.

Für eine Bekannte von mir, ist jede Bekanntschaft eine Freundschaft.
Na, das geht ja mal gar nicht.

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Westernlady
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Re: Freundinnen

Beitrag von Westernlady » Samstag 15. Juni 2013, 09:24

Da hast du Recht. Alle anderen sind für mich auch nur Bekannte oder gute Bekannte, liebe Bekannte.
Als richtige Freundin würde ich keine andere bezeichnen.
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Johanna
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Re: Freundinnen

Beitrag von Johanna » Samstag 15. Juni 2013, 16:20

Freunde, Freundinnen und noch dazu beste?? Nein - ich kann wirklich sagen - so etwas hatte ich nie. Klar möchte man als Kind wenn man in den Kindergarten kommt, oder in der Grundschule ist sogenannte beste Freundinnen haben. Da machte ich keine Ausnahme - aber eigentlich war ich von Kleinkindbeinen an immer Aussenseiter. Zuerst durch die Flucht, dann durch den ungewöhnlichen Namen und nicht zuletzt durch die häufigen Wohnort-/Schulwechsel mit den unterschiedlichen Dialekten konnte ich nie so eine enge und gut-funktionierende Freundschaft aufbauen. Mit ca 11 Jahren wollte ich keine beste Freundin mehr haben - später als junge Frau zog ich ebenfalls mehrfach um und hielt mich wohlweislich sehr zurück. Denn gerade unter Beamten und Anhang hiess es: der schlimmste Feind des Beamten ist der Beamte. Bekannte hatte ich - gute und weniger gute - aber beste Freundin? Nein - absolut nicht ...nicht mal meine Mutter stiess in diese Kategorie vor. Denn ich wurde als Kind eher dazu erzogen die Mutter meiner Mutter zu sein - da verbietet sich das Verhältnis beste Freundin schon von selbst. Und dann hatte ich ja mein zweites - voll erfülltes Leben mit meiner Familie. Eine meiner Töchter bezeichnete mich einmal als ihre beste Freundin, das machte mich sehr zufrieden......
Und wie ich hier jetzt gelesen habe, scheine ich wirklich nichts verpasst zu haben.

choco
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Re: Freundinnen

Beitrag von choco » Samstag 15. Juni 2013, 18:34

Freunde, die man immer anrufen kann? Freude, die vorbeikommen und mit denen man Spieleabende veranstalten kann? Freunde, die man zum Shoppen mitnehmen kann? Freunde, die bei Trauer unterstützen? Freunde, die man aber auch selber unterstützen kann?

Nein, solch Mensch gab es in meinem Leben noch nie. Weder in der Schulzeit, noch im Erwachsenenleben. Es gab viele, viele Versuche von mir, aber nie entwickelte sich eine tiefe Freundschaft. Sicherlich habe ich oft Fehler gemacht und dann nicht entsprechend so gehandelt, wie man es sich für beste Freunde eben wünscht. Als ich das dann endlich verstanden habe und erneut versucht hatte, eine bessere Freundin zu sein, fand ich trotzdem niemanden.

Es gab viele Menschen, um die ich heute noch traurig bin, dass sich keine Freundschaft entwickelt hat:

- In der Berufsschule traf ich 2 sehr nette Frauen, mit denen ich heute gerne wieder Kontakt hätte. Beide fand ich auf Facebook wieder, die Eine antwortet nicht, die Andere hat mich wohl irgendwie gesperrt, so dass ich sie nicht mehr anschreiben kann. Was der Grund ist, weiß ich nicht. Durch meinen Mann weiß ich, dass ihr Profil online ist, sprich sie hat mich blockiert.
- Im Internet habe ich eine wundervolle Frau getroffen, die mir sehr ähnelte und wie mein Schwesterchen war. Irgendwann zog auch sie sich zurück, hat phantastische Ausreden, wieso sie nicht mehr meldet und mir nicht antwortet oder warum sie mir mein Geburtstagsgeschenk aus dem Jahr 2011 noch nicht geschickt hat (mir ist das Geschenk total unwichtig, nur ist das eben so ein gutes Beispiel).
- Eine Aushilfe im Büro war anfangs sehr lieb zu mir, wir quatschten viel und hatten sehr viele Gemeinsamkeiten. Als sie dann entlassen wurde, versprachen wir uns den Kontakt aufrecht zu halten, aber nach meinen Anrufen, SMS oder Mails vergingen stets 4-6 Wochen bis eine Antwort von ihr kam. Irgendwann rief sie im Büro an und wollte in der Mittagspause vorbeikommen, was ich als letzten Strohhalm empfand. Auch diesmal war alles wunderbar und vertraut. Auch diesmal versprachen wir uns "Treue" und auch diesmal kam keine Reaktion mehr von ihr.

Mittlerweile bin ich mir sicher: Irgendwas muss also an mir nicht stimmen, dass sich niemand für mich interessiert oder niemand seine Freizeit mit mir verbringen mag (natürlich gibt es meinen Mann, aber wir wollen ja hier von "fremden" Menschen als Freunde reden). Eigentlich macht mir das nichts mehr aus, man gewöhnt sich ja an alles. Und nur weil die Gesellschaft vorgibt, dass man als Mensch Freundschaften schließen muss, so muss es ja nicht für jede Person richtig sein oder? Trotzdem erwischt mich dann doch manchmal so ein Tag, an dem ich unendlich traurig deswegen bin. Ich will was Lustiges erzählen, aber da gibt es niemanden, der zuhören mag (wie gesagt, ich meine damit nicht meinen Mann). Ich möchte was unternehmen, was so richtig weibliches z.B., aber da gibt es niemanden, der mit mir gehen mag. Erst gestern musste ich ein wenig Zeit in der Innenstadt totschlagen und sah viele Frauen in Trüppchen von Laden zu Laden ziehen. Solche Szenen erinnern mich dann doch immer wieder daran, dass mit mir was nicht stimmen kann.

Nunja danke fürs Zuhören, hoffentlich kann hier einer diese Gedanken nachvollziehen.

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Re: Freundinnen

Beitrag von Westernlady » Samstag 15. Juni 2013, 19:34

Das Thema entwickelt sich zwar nicht so wie ich es erwartet hatte, aber wirklich sehr emotional und interessant.
Nachvollziehen kann ich sie auf jeden Fall, da es mir wie gesagt fast das ganze Leben genauso ging.
Dazu gehört auch das Gefühl, dass es wohl an mir liegen muss.
Auch wenn meine Freunde es nicht nachvollziehen können, da ich bei ihnen manchmal fast zuviel rede - bei anderen kriege ich meist gar nicht den Mund auf, ich habe keine tollen Hobbys oder Talente usw, bin also schlicht langweilig.
Es hat mehrere gegeben, wo es der Beginn einer Freundschaft für mich zu sein schien und die ich gerne gepflegt hätte.
Aber es waren nur Schönwetterfreunde, die mich meist auch noch ausgenutzt haben.
Unsere Freundschaft hingegen ist eine tiefe Freundschaft und die entsteht wie es in dem Freundschaftsspruch heißt aus gemeinsam durchlebten Tiefen. Und da haben wir schon einiges zusammen durchgestanden bis zu Tod von Mensch und Tier.
In solchen Unwetterzeiten sind die Schönwetterfreunde auf einmal verschwunden.
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Johanna
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Re: Freundinnen

Beitrag von Johanna » Samstag 15. Juni 2013, 19:47

choco hat geschrieben:Solche Szenen erinnern mich dann doch immer wieder daran, dass mit mir was nicht stimmen kann.
Nunja danke fürs Zuhören, hoffentlich kann hier einer diese Gedanken nachvollziehen.
Nein Choco da bist Du auf einem falschen Dampfer - mit Dir stimmt alles - nur die Chemie zwischen den Menschen stimmt sehr oft nicht überein. Und glaube nicht dass es Dir nur allein so geht. Ich dachte auch ein einziges mal ich hätte vielleicht doch eine Freundin gefunden....31 Jahre lang glaubte ich es......es war ein Trugschluss. Jetzt - hier an meinem neuen Wohnort habe ich mich wegen der Krankheit meines Göga gezwungen, selbst und ganz alleine etwas zu unternehmen. Ich fahre z.B. einmal im Monat ins Theater....gehe, wenn ich es irgendwie möglich machen kann, zweimal in der Woche ins Fitness-Studio. Und so peu á peu gehe ich auch schon mal alleine durchs Städtchen - einfach so.....Göga meinte schon ich solle mich doch mal in ein Eiscafe setzen und mir ein Eis oder einen Kaffee gönnen - aber da habe ich irgendwie ein schlechtes Gewissen, das bringe ich einfach nicht fertig. Aber vielleicht klappt das ja auch mal irgendwann......

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Ivi
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Re: Freundinnen

Beitrag von Ivi » Samstag 15. Juni 2013, 22:36

@choco: Ich kann dir das sehr gut nachvollziehen! Ich war früher als Kind und Teenie seeeehr schüchtern und hab mich fast überhaupt nicht getraut auf andere zuzugehen usw., was wie ich heute denke, ganz sicher damit zu tun hatte, dass ich oft gehänselt wurde. Die Hänseleien haben erst aufgehört als ich mein Fachabi auf einer anderen Schule gemacht habe, dort kannte mich absolut keiner und ich konnte anfangen so zu sein wie ich wollte, aber die schlechten Erfahrungen saßen tief. Mit 18 ging ich dann auch in Therapie als ich meinen persönlichen Tiefpunkt erreicht hatte und Depressionen bekommen habe, das hab ich über 3 Jahre gemacht. Meine positive Entwicklung ging an der FH weiter, ich wurde langsam erwachsen. Aber so richtig den Dreh hab ich dann auf meiner ehemaligen Arbeitsstelle bekommen. Als ich dort anfing war ich grade 23 Jahre alt und musste mich gegen ein Dutzend (teilweise auch mehr) Männer vom Bau "durchsetzen", so habe ich gelernt meine Klappe aufzumachen. Auch heute muss ich mir immer wieder selbst in den Hintern treten und brauche auch oft noch etwas Zeit für manche Dinge, aber ich nehme es in Angriff. Diesen kleinen Exkurs habe ich jetzt gemacht um deutlich zu machen, dass ich es auch all die Jahre schwer hatte Freundschaften aufzubauen. Ich hoffe, nach dem Umzug durch den neuen KiGa oder vllt. in einem Sportverein oder so zumindest erstmal eine gute Bekanntschaft aufzubauen, dass man überhaupt erstmal jemanden hat mit dem man was machen kann.

Schade, dass wir alle so weit auseinander wohnen, da könnte man sich ab und an mal zum Kaffeeklatsch treffen und ne Runde schnacken. Vllt. nicht als Freundinnen, aber doch bestimmt als gute Bekannte. :)
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Re: Freundinnen

Beitrag von Mama48 » Sonntag 16. Juni 2013, 07:32

@choco: Wie du siehst bist du hier nicht die Einzige ohne "beste Freundin". Ich kann dir da aus Erfahrung sagen: "Besser gar keine "Freunde" als die falschen....". Du hast da nichts verpaßt.
Im Übrigen seid ihr !!!!! eigentlich für mich so ein "Freundinnen-Ersatz". Ihr wißt ja, wenn ich ein Problem habe und Rat brauche dann melde ich mich bei euch hier und das Gute daran ist dann daß hier verschiedene Charaktere sind die ihre Meinung und Ratschläge dazu geben. Besser geht's ja eigentlich nicht, oder? Bei einer "besten Freundin" würde man da immer nur 1 Meinung hören. Ihr beschwert euch nicht wenn ich mal keine Zeit für euch habe, bzw. ich kann bestimmen wann, wie oft ect.. Vielleicht würden wir hier im "echten Leben" gar nicht so viel Vertrauen zueinander haben um uns manches zu erzählen, aber wenn man Rat braucht seid ihr da. Ist doch ideal so ein Forum zu haben als "beste Freundin", oder? Zum Bummeln, Essen gehen ect. habe ich meine Familie, mehr brauch ich nicht. Im Übrigen ist meine Tochter meine Freundin, bzw. engste Vertraute.
Finde es nicht schlimm keine beste Freundin zu haben.
LG Mama48.
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