Zeugnisgeld für Enkelkinder?

 

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Stierfrau
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Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von Stierfrau » Donnerstag 19. Juli 2018, 11:46


Wie haltet Ihr es mit Geld für die Enkelkinder oder Kinder als Belohnung für ein gutes Zeugnis? Das würde mich als Großmutter einmal interessieren. Ich habe 5 Enkelkinder und 3 davon leben in finanziell engen Verhältnissen, durch den Tod des Vaters. Ich versuche sie so gut ich kann, zu unterstützen. Die anderen zwei haben sehr gut verdinende Eltern.

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Johanna
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Re: Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von Johanna » Donnerstag 19. Juli 2018, 12:27

davon habe ich eigentlich nie viel gehalten...aber ich denke das ist auch eine persönliche Entscheidung die jede/r für sich selbst treffen muss.

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Sternkeks
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Re: Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von Sternkeks » Donnerstag 19. Juli 2018, 13:13

Wir waren wirklich auch nicht reich, aber fürs GUTE Zeugnis gab es schon eine Belohnung, sowohl von den Eltern als auch von den Großeltern. Das waren eine oder zwei Mark (für das gesamte Zeugnis), Oma ging mit uns dann evtl. in ein Café, wo wir uns EIN Stück Kuchen und eine Tasse Kakao gönnen durften.
Heutzutage wird es dann eher Geld oder McDoof sein, aber das muss jeder selbst wissen, wie Johanna schon sagte.

Wenn ich andererseits hier zuschaue, was es für einen Aufstand gibt zur Schuleinführung (6-jährige KINDER!!!) - "rechtzeitig die Lokalitäten und Catering buchen, Gästeliste aufstellen und die Einladungen verschicken usw." - dann weiß ich nicht, was man für ein gutes Zeugnis als Belohnung wählen kann, vielleicht 'ne Reise nach Rio??? :?
Liebe Grüße und gute Wünsche
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Johanna
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Re: Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von Johanna » Freitag 20. Juli 2018, 00:01

lol Sternkeks - es ufert aus - vollkommen und zum Schluss wissen sich die Kids das ganze dann gar nicht mehr zu schätzen und glauben, alles muss so sein. Die wachen dann erst auf, wenn sie mal selbst für das Ranschaffen der Kohle zuständig sind. Und dann kommt der grosse Katzenjammer......
wenn ich überlege wieviel ich bei der Masse Kinder hätte hinblättern müssen.....nein danke, das konnte ich mir nie leisten und meiner Mutter habe ich damals auch gesagt, dass sie das nicht machen soll. Es war schon schwierig genug ihr klar zu machen, dass man nicht für jedes Kind etwas mitbringen muss, wenn man mal zu Besuch kommt.

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Re: Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von Biki » Freitag 20. Juli 2018, 10:47

Hallo Stierfrau
Eine Belohnung für gute Leistung - ja, natürlich.
Die Kinder haben sich angestrengt, und das sollte doch auch gewürdigt werden.

Ob es nun in Form von Geld, einem Besuch in der Eisdiele oder einem Geschenk ist, das kann man halten wie man möchte.
Ich würde aber ALLE Enkelkinder gleich halten. Die Kinder können ja nichts dafür wie gut oder schlecht die Familie finanziell gestellt ist.

Dass du die Kinder, die den frühen Tod des Vater verkraften müssen unterstützt ist natürlich gut und richtig. Aber ich finde dafür gibt es sicher genug andere Gelegenheiten.
Biki

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Oberzicke
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Re: Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von Oberzicke » Freitag 27. Juli 2018, 08:59

Sehe ich genauso. Für gute Leistungen sollen Sie auch belohnt werden . Aber nun mal eine Gegenfrage? Rechnet ihr auf ? Das Zegnis ist super alber leider hat sich da in einem bösen Nebenfach eine 5 eingeschlichen. Zieht ihr jetzt wieder einen Betrag ab ? ggg
Eine Freundin macht es nänlich so: 10 Euro für ein sehr gut 5 Euro für ein gut, 3 Euro für ein Befriedigend. sie zieht tatsächlich ab Note ausreichend 1 Euro ab. Für mich Kontrproduktiv. habe sie gefragt wenn der Umsatz in ihrem Geschät wo sie Klamotten verkauft mal nicht so gut ist, ob sie dannauch weniger Lohn bekommt. Das Gesicht von ihr hätte man in Stein meißeln können.
Nichts ist so gerecht verteilt wie der Verstand.Denn Jeder ist überzeugt, dass Er genug davon hat.

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Re: Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von Biki » Samstag 28. Juli 2018, 12:48

Eine Staffelung gab es bei uns auch - jedenfalls manchmal.

Aber Geld abziehen ?¿?
Wer mache den sowas?
tztztz
Biki

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Sternkeks
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Re: Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von Sternkeks » Samstag 28. Juli 2018, 14:55

Doch, das hab ich auch schon gehört. Die Eltern von SchulkameradInnen meiner Tochter hatten das so ein System, was uns aber nicht gekratzt hat.
Wenn ich mich recht erinnere, war das aber zu der Zeit noch relativ bescheiden: 3 DM für Sehr gut, 2 DM für Gut, 1 DM für Befriedigend. Und rückwärts das gleiche: Abzug 1 DM für Ausreichend, 2 DM für Mangelhaft und 3 DM für Ungenügend. Wurde gegeneinander aufgerechnet und das Ergebnis wurde ausbezahlt.
Weil wir zu der Zeit eh nicht mit Knete gesegnet waren, bekam meine Tochter für ein gutes Zeugnis (ohne Mangelhaft / Ungenügend) von uns 2 DM, von den Großeltern mehr. Sie war schon von allein eine gute Schülerin und hatte selber die größte Freude daran, uns ein schönes Zeugnis stolz zu präsentieren, ohne auf "Lohnzahlung" zu schielen.

Ich denke mal, dass Leistung auch im privaten Bereich belohnt werden sollte, aber da muss meiner Meinung nach auch hin und wieder mal ein liebevolles Lob reichen oder ein Dankeschön - je nach dem, was geleistet wurde. (Schulnote, freiwillige Hilfe im Haushalt neben den normalen Pflichten...)
Liebe Grüße und gute Wünsche
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Re: Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von Ivi » Freitag 3. August 2018, 19:40

Hallo Stierfrau,

Belohnung klar, auf jeden Fall. Mein Sohn (kommt jetzt ins 3. Schuljahr) hat für sein "Zeugnis" (bisher gab es nur eine schriftliche Beurteilung ohne Noten) hat von mir ein paar Kleinigkeiten (ein Heft über Vulkane, ein Hörspiel und ein Pack Sammelkarten, zusammen keine 10€) sowie ein "Ich bin sehr stolz auf dich" und einen Drücker bekommen. Von meiner Mama darf er sich eine Kleinigkeit selbst aussuchen und von der anderen Oma gab es 20€ (die haben das Geld aber auch und gucken nicht auf den Euro).

Früher als ich noch zur Schule ging haben meine Schwester und ich von Oma und Opa auch nach so einem System das Zeugnis belohnt bekommen. Für eine 1 gab es 5DM, für eine 2 gab es 3DM, für eine 3 gab es glaube ich 1DM und für eine 4 noch 50 Pfennig. Für 5 und 6 hätte es nichts gegeben, kam aber nicht vor. Abgezogen wurde nichts. Allerdings haben wir sonst nichts von ihnen außerhalb von Geburtstag und Weihnachten usw bekommen. Also Kirmesgeld oder so wie andere Kinder es teilweise bekommen haben gab es bei uns nicht. Dieses System mag denkwürdig sein aber wir fanden es gut, wir hatten immer ganz gute bis sehr gute Zeugnisse und konnten da immer gut absahnen. :wink: Da waren wir dann auch sehr stolz drauf, zu sehen was wir mit unseren guten Leistungen erreicht haben. Also ganz verkehrt finde ich das nicht, aber Abzug bei schlechten Noten finde ich nicht gut.

Schlussendlich sollte jeder schauen wie er kann. Meine Mama hat 4 Enkel, bisher nur unser großer Schulkind, da werden alle gleich gehalten.
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Re: Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von wildkatze » Mittwoch 24. Oktober 2018, 13:04

also mal aus der Sicht einer Tochter :) ich bin ganz gut ohne gross geworden und mir war das Lob meiner Eltern immer wichtiger als alles andere. Aber vielleicht bin ich da auch eine Ausnahme, keine Ahnung. Trotzdem stehe ich auf dem Standpunkt - eben auch durch meine Erziehung - dass Geld nicht das wichtigste ist. Liebe und Achtung sind weitaus wichtiger und ein Lob hier und da trägt auch dazu bei :)

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Re: Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von Biki » Mittwoch 24. Oktober 2018, 16:55

Natürlich ist Geld nicht das wichtigste aber bei mir war es zum Beispiel so, dass ich mein Taschengeld durch Auto waschen am Wochenende (das war früher noch erlaubt und die Nachbarn haben sich gefreut) und Nachhilfe aufgebessert habe.
Und wenn die schulischen Leistungen dann auch dazu beitragen, dann war das eine schöne Sache für mich.
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Re: Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von Ivi » Mittwoch 24. Oktober 2018, 20:32

Es hat ja auch keiner gesagt dass Geld wichtiger ist wie Lob. Aber ich finde gute Leistungen können zwischendurch auch mal materiell belohnt werden. Wir freuen uns auch über einen kleinen Bonus für gute Leistungen zusätzlich zum Lob des Chefs, oder? Und die Kids sollten auch lernen mit sowas umzugehen. Also wie gesagt, ich finde es nicht verkehrt, übertreiben sollte man nicht.
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Re: Zeugnisgeld für Enkelkinder?

Beitrag von Johanna » Mittwoch 24. Oktober 2018, 22:59

oh das Taschengeld konnte durchaus aufgebessert werden. Durch Auto waschen oder Rasen mähen z.B. Da gab es feste "Sätze"

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