Freundin durch Suizid verloren

 

... wenn man Rat und Hilfe braucht.
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Furby
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Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von Furby » Mittwoch 8. Februar 2012, 22:59

Hallo @all,
seit meinem letzten log-in ist wahrlich viel Zeit vergangen. Aber für mein langes Schweigen gibt es auch
einen Grund. Ich trauere immer noch um meine beste Freundin aus meinem Heimatort.
Seit ihrem Tod hatte ich so gut wie keine Lust bzw. Muße, im Netz zu stöbern geschweige denn zu
schreiben. Ich mußte das alles erst mal (halbwegs) "verdauen".
Es ist so, dass meine Freundin Anfang Juli 2011 beschlossen hatte, ihrem Leben ein Ende zu setzen
und leider auch geschafft hat.
Ich und unsere gesamter Freundeskreis hatte damit überhaupt nicht rechnen können, entsprechend
schockiert bin ich noch immer.

Sie fehlt mir so !!!

Ich habe ganz lange gebraucht, um zu begreifen, dass ich/wir das nicht vorausahnen und auch nicht
verhindern konnten, denn sie litt an einer psychischen Erkrankung, wovon wir aber nicht wirklich
was wußten,da sie das Ganze gut versteckt hatte. Erst im Nachhinein wurden mir einige Dinge klarer,
einige "komische" Verhaltensweisen, mit dem Wissen um ihre Krankheit sagt man jetzt: Da und da hätte
man vllt. mal eingreifen können oder mal nachfragen können, aber es ist einfach zu spät und einfach
nicht mehr möglich. Die Krankheit heißt bipolare Störung und hat eine hohe Suizidrate, aber das Wissen
darum habe ich mir erst hinterher aneignen können.

Es gibt immer noch Tage, an denen ich kaum glauben kann, dass meine Freundin nicht mehr lebt.
Dann kommen Heultage, wo nichts mehr geht, und Tage, wo ich auch mal so total abgelenkt bin, dass
ich sogar fast "vergesse" was da war. Und mit diesen ganzen Seelenzuständen habe ich noch ganz schön zu
tun.

Habt jemand von euch etwas Ähnliches durchgemacht ?
Ich würde mich gern noch etwas austauschen.
Bin zwar nicht wirklich der große Schreiber hier, aber im Moment glaube ich, bin ich an dem Punkt, wo
ich mir durch den Austausch etwas "Linderung (?)" erhoffe.

Und im realen Freundeskreis ist es irgendwie schwierig, darüber zu "reden", denn jeder trauert auf seine eigene
Art.

Ich hoffe auf Antworten
eure Furby

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Ivi
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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von Ivi » Donnerstag 9. Februar 2012, 11:57

Liebe Furby,

bitte fühl dich von mir gedrückt. Ich habe zum Glück noch nie eine Freundin oder ähnliches verloren ("nur" Oma und Opa) und kann sicher nur ansatzweise deine Gefühle teilen, aber ich kann sie ganz bestimmt verstehen. Ich finde es gut und richtig auch mit außenstehenden über solche Dinge zu reden, aus dem Grund, den du selbst schon gesagt hast. Ich höre dir gerne zu und versuche dir zu antworten wenn du das möchtest.

Alles Gute!
Vor dem Wunder steht der Glaube!

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mary
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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von mary » Donnerstag 9. Februar 2012, 14:24

Wir haben im Bekanntenkreis gerade auch einen Suizid hinnehmen müssen, allerdings ein weit über 90 Jahre alter Herr, der seiner chronischen Krankheit müde wurde.

Ich persönlich finde Suizid ganz furchtbar, und gebe zu, damit komme ich psychisch nicht klar. Egal, in welchem Alter der aus dem Leben Scheidende war.


Ich drücke dich ganz feste, passe gut auf dich auf! Bestimmte Dinge kommen nicht mehr zurück.

Vielleicht wäre für dich eine Selbsthilfegruppe/ Trauergruppe ein Weg?

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Sternkeks
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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von Sternkeks » Donnerstag 9. Februar 2012, 14:51

Völlig verständlich, dass dich das so aus der Bahn geworfen hat, Furby! Was kann man dir da als Trost mitgeben?
Ich weiß es nicht!
Vielleicht die Überlegung, dass sie durch ihre Krankheit davon überzeugt war, dass es "dasBeste" für sie ist, hier weg zu gehen,
dass es nicht Verzweiflung und Ausweglosigkeit war, sondern einfach das Gefühl, es sei gut so, hier Schluss zu machen.

Der Bruder meiner Freundin hatte vier Versuche nötig, um es endlich zu packen, und für ihn waren wir einerseits froh, dass
er allen ein Schnippchen schlagen und sich doch noch davonmachen konnte, haben andererseits aber auch lange getrauert, weil man ihm
im Leben nicht mehr helfen konnte. Er wurde 48 Jahre alt und war seit seinem 14. Lebensjahr äußerst schmerzhaft krank.

Furby, sie war deine beste Freundin und ich denke, sie würde nicht wollen, dass du dich ihretwegen so fertig machst.
Natürlich fehlt sie dir, aber lass sie in Frieden gehen. Sie hat für sich entschieden, dass sie nicht mehr leben will, und
sie wollte dir ganz bestimmt nicht damit weh tun oder dir ein schlechtes Gewissen machen.
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

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Johanna
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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von Johanna » Donnerstag 9. Februar 2012, 15:31

Sternkeks hat geschrieben: Furby, sie war deine beste Freundin und ich denke, sie würde nicht wollen, dass du dich ihretwegen so fertig machst.
Natürlich fehlt sie dir, aber lass sie in Frieden gehen. Sie hat für sich entschieden, dass sie nicht mehr leben will, und
sie wollte dir ganz bestimmt nicht damit weh tun oder dir ein schlechtes Gewissen machen.
Furby dem kann ich nichts mehr hinzufügen. Ich kann Dir nur wünschen dass Du einen Weg für Dich findest um besser damit umgehen zu können.

cystuskraut

Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von cystuskraut » Donnerstag 9. Februar 2012, 19:30

Ich schließe mich den Worten von @sternkeks und @johanna an.

Ich kann Dich leider nur ganz fest drücken !

Furby
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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von Furby » Dienstag 21. Februar 2012, 14:51

hallo @all,
lieben Dank für eure durchdachten Antworten, besonders auch dir, @Sternkeks.
Nun hat es bei mir mit dem Antworten schon wieder gedauert, aber mich hat
eine Grippe hinweggerafft vom "Feinsten", da war an Forum-gucken nicht zu
denken. So langsam geht es mir aber wieder besser, und ich hoffe,dass ich
ab Donnerstag wieder arbeiten gehen kann.

Noch ein paar Worte zu meinem Trauerfall.
Mein Problem ist der Umgang mit der Trauer nach dem
Todesfall durch die betroffenen Personen.
Schließlich bin ja nicht nur ich als Freundin zurück geblieben,
in erster Linie ist es ja auch der Ehemann und die Kinder, die nun damit
(weiter) leben müssen. Und in diesem Fall hat meine Freundin auch noch
ihre grade 2 Jahre alte Tochter hinterlassen.

Der Mann ist seit dem Tod seiner Frau wirklich super organisiert, er wuppt
das mit der Kleinen wirklich toll, zusammen mit der großen fast erwachsenen Tochter.
Obwohl L. meine wirklich liebste Freundin war, hatte ich mit dem Mann eher weniger zu
tun, meistens ja nur zu den gemeinsamen Geburtstagen. Das ging nicht so in die Tiefe.
Und nun hat er sich weitestgehend abgeschottet, er funktioniert. Ich und unser
gesamter Freundeskreis hatten ihm unsere Hilfe angeboten, bis jetzt hat er sie nicht in
Anspruch genommen. Und hier setzt nun meine Grübelei ein, weil ich das aus dem Bauch
heraus nicht richtig finde, aber auch keine Idee habe, wie ich das "ändern" könnte ?
Ihr kennt das, man will sich ja auch nicht aufdrängen, aber ist es auch richtig ?
Oder muß man aktiver werden ? Meine Tochter geht ja öfters hin, um mit der Kleinen zu spielen,
das nimmt er dankbar an. Aber sie mal zu uns zu nehmen, dafür findet er sie noch zu klein.
Aber die Kleine wird gößer und entfremdet sich auch von uns, wenn wir nicht so oft zusammen sind.
Könntet Ihr mir in dieser Richtung ein wenig eure Meinung mitteilen ?

Ganz aktuell plage ich mich auch noch damit herum, dass meine Freundin übermorgen Geburtstag hätte,
also das erste mal nach ihrem Tod steht dieses "Datum " an. Ich möchte es nicht einfach so verstreichen lassen,
aber was tun ? (außer Blumen ans Grab zu bringen). Ist das pietätlos, wenn ich an dem Tag mal ihren Mann
besuche um ihm zu sagen wie sehr ich auch noch trauere, oder reiße ich damit bei ihm auch alles wieder auf ?
Ich kann niemanden bei uns direkt fragen, ich befürchte, niemand kann mich verstehen und meine Beweggründe,
die ich ja für mich selber kaum faßbar machen kann.
Aber vllt .versteht Ihr mich vom Gefühl her. Ich hoffe, Ihr mögt mir dazu antworten, vielen Dank im Voraus.
Furby

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Sternkeks
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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von Sternkeks » Dienstag 21. Februar 2012, 15:23

Furby, Hilfe anbieten bzw. Hilfe annehmen ist so eine Sache.
Meist sagt man so was in der Art "melde dich, wenn du Hilfe brauchst", aber auch, wenn das aufrichtig gemeint ist,
wird das selten wirklich angenommen.
Besser ist es, wenn man ganz konkret (anruft oder hingeht) sagt, dass man jetzt soundsoviel Zeit hat um "für dich was zu erledigen"
Die Frage, ob derjenige lieber allein sein möchte bzw. ob man stört kann man voran setzen oder hinterherschieben.
Solche konkreten Angebote werden leichter angenommen.
Zum Geburtstag deiner Freundin: natürlich kannst du ihr was aufs Grab bringen, sowieso.
Du könntest aber auch zur Familie gehen und ihnen etwas mitbringen, und wenns nur ein paar Blümchen sind.
Ich weiß, dass sich mein Vater immer darüber gefreut hat, dass wir IHM Aufmerksamkeit gaben am Geburtstag meiner verstorbenen
Mutter. Klar, das war eine andere Situaltion, aber trotzdem!
Dem verstorbenen Menschen kann man nichts Gutes mehr tun, aber den trostbedürftigen Angehörigen, und genau das würde ich dem
Mann auch mal vorsichtig sagen, damit er weiß, dass er nicht allein ist. Schließlich fehlt sie dir auch!

Und ganz zum Schluss, man wird sowas nie vergessen oder verstehen, aber die Zeit legt sich langsam aber sicher darüber
und mildert alles. So banal es klingt, es IST so!
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

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Ivi
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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von Ivi » Dienstag 21. Februar 2012, 19:28

Liebe Furby,
ich denke auch wie Sternkeks. Ruf ihn einfach mal an oder noch besser geh einfach mal vorbei auf nen Kaffee oder so. Die Kinder können spielen, ihr könnt euch unterhalten oder vllt. hat er ja auch mal was zu erledigen, was er sonst nicht schafft, etc. Wie du selbst sagst, habt ihr euch eigentlich kaum gekannt, da kann ich schon verstehen, dass er nicht anruft oder vor der Tür steht und um Hilfe bittet. Da wirst du wohl mehr die Initiative ergreifen müssen. Wenn du ihm "lästig" wirst wird er dir das schon zu verstehen geben. Du wirst da sicher einen guten Mittelweg finden!
Vor dem Wunder steht der Glaube!

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silberfisch
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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von silberfisch » Dienstag 21. Februar 2012, 19:41

Vorweg..ganz schön schwer..

Ich würde dir eher empfehlen mit Menschen zu reden, die auch trauern, damit du damit fertig werden kannst.
Aber nicht mit ihm..sondern in einer Trauergruppe.

Du warst die Freundin von ihr, nicht von ihm.
Kannst jetzt nicht verlangen, daß er dir nun ein Freund wird.
Und du kannst jetzt auch nicht so weiter tun als ob sie noch da wäre,
wenn du die Kinder in Kontakt halten willst nur deinetwegen. Mit 2 ist es wirklich etwas früh..

Trauer ist Schwerstarbeit.. sicher ist er nicht alleine mit seiner Trauer. Aber seine Trauer ist alleine seine.
Und deine ist deine..


(((Furby))...laß ihm Zeit,, er ist ohnehin jeden Tag damit konfrontiert..evtl kommt er auf dich zu oder sucht sich anderweitig Hilfe.

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Gitte
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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von Gitte » Mittwoch 22. Februar 2012, 13:07

ich würde ihn auch kontaktieren und sagen das er hilfe bekommen kann (soweit in meiner macht) damit er weiß er könnte fragen wenn er wollte. ich finde das gehört einfach dazu auch wenn du mit IHR befreundet warst so hast du doch den rest der familie auch gekannt. es ist ein gutes gefühl wenn man weiß da sind menschen die an einen denken, man füllt sich nicht mehr so komplett verlassen. natürlich hilft ihm das bei seiner trauer wahrscheinlich nicht aber später vielleicht doch. wer weiß das schon? wir sollten vielleicht nicht versuchen die gadanken unserer mitmenschen zu erraten sondern unserem gefühl vertrauen.

Furby
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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von Furby » Mittwoch 22. Februar 2012, 22:57

Lieben Dank für eure erneuten Antworten.
Ein jeder von euch hat irgendwo schon Recht, aber was ich nun konkret morgen mache,
werde ich nun wohl spontan aus dem Bauch heraus entscheiden (müssen).
Ich hatte mal meiner Tochter (die ist 15) gesagt, dass ich erwäge, morgen mal
den Mann zu besuchen, ihre spontane Reaktion war Ablehnung, da wir dann
sowieso nur heulen würden.
Damit hat sie wohl nicht ganz unrecht, ich sitze nun wahrlich nicht (mehr) jeden Tag da
und weine, aber morgen würde es wohl doch passieren, zumal es ja ihr Geburtstag ist.

Aber mein Gefühl sagt mir, wenn ich den Geburtstag so kommentarlos verstreichen lasse,
verfestigt sich sozusagen diese "Abwarteposition" meinerseits. Ich würde ihm schon gern
noch mal meine Hilfe anbieten, und dann ist da noch etwas, ich wollte ihn gern mal um ein
Foto bitten, denn es ist paradox, wir haben uns ja ständig getroffen oder telefoniert,
wer macht da schon mal ein Bild, und jetzt würde ich so gern doch eines von ihr haben.
Ist das blöd, wenn ich ihn danach frage ? Oder kann man das schon machen, aber vielleicht
noch nicht jetzt ? Fragen über Fragen, ich weiß.
Aber für so einen Fall hat man eben einfach keine Alltagslösung oder Allerweltslösung parat,
und dafür ist ja unser Forum auch da, uns hier auszutauschen.

Bin weiterhin auf eure Meinungen gespannt,
eure Furby

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Johanna
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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von Johanna » Donnerstag 23. Februar 2012, 10:19

Furby vorab eins: Hilfe oder Hilfsangebote annehmen ist verdammt schwer - ganz besonders für einen Mann. Und bei seiner Trauerarbeit kannst Du ihm nicht helfen, weil ihr ja nicht diesen engen Kontakt als Freunde hattet, wie Du zu Deiner verstorbenen Freundin. Blumen ans Grab bringen - ok. Zum Geburtstag hingehen würde ich mir schwerstens überlegen. Zu einem anderen Zeitpunkt - auch ok. Denn man hat ja auch mal etwas zu erledigen und ist dann froh wenn Jemand "die Kleine für eine Zeit abnimmt". Ich denke, Du wirst für Dich eine gute Lösung finden. Aber bedenke auch das, wenn Du jetzt zum Geburtstag hingehst, dann kann es auch passieren, dass ihr Beide (Du und ihr Mann) Euch gegenseitig in der Trauer "hochschaukelt" und damit ist Keinem gedient.

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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von Furby » Donnerstag 23. Februar 2012, 22:06

Da ich euch nun um Rat gefragt hatte, will ich auch kurz berichten, was nun passiert ist.
Heute mittag hat mir meine Tochter gesagt, wenn ich U. besuchen will, würde sie mitkommen.
Von daher war der Besuch also beschlossene Sache.
Dank meiner Schusseligkeit war es nun heute auch ein neutraler Tag, ganz einfach, weil
ich mich (wie immer das auch passieren konnte, wohl weil ich jetzt krank und zu hause war)
im Datum um einen Tag vertan hatte.
Heißt, der Geburtstag ist erst morgen.
Und morgen bin ich verhindert, da ich mit Göga einen Termin mit Übernachtung wahrnehmen
muß, so habe ich es aus Versehen doch nicht ganz falsch gemacht.
Habe mit IHM Kaffee getrunken und eine gute Stunde uns unterhalten.
Als ich merkte,dass er nicht gerne auf DAS Thema zu sprechen kommt, habe ich mich dem
sofort angepaßt. Vieles hat auch die Kleine gelockert durch ihr Temperament und ihre
Quirligkeit. Mich tröstet sehr,wenn ich sehe, wie gut es der Kleinen geht und dass es ihr
offensichtlich an nichts mangelt. Papa und Kind sind ein gutes Team, er geht so liebevoll
mit ihr um,dass es eine Freude ist.
Mein Hilfsangebot habe ich noch mal erneuert, es geht ja in erster Linie darum, im Falle des
Falles mal die Betreuung der Kleinen zu übernehmen. Er hat zugesagt, das dann auch in
Anspruch zu nehmen.
Alles in allem habe ich mir im Vorfeld wohl wieder zu viele Gedanken gemacht.
Ich finde, es ist so eigentlich alles ganz gut gelaufen heute, und Gottseidank auch
ohne viele Tränen.
Dass die Zeit dann doch irgendwann mal die Wunden heilt, davon gehe ich auch aus.
Danke für eure Anteilnahme.

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Re: Freundin durch Suizid verloren

Beitrag von Ivi » Freitag 24. Februar 2012, 14:51

Schön, dass es relativ gut gelaufen ist. Freut mich für dich. Ich wünsche euch, dass der Schmerz bald nachlässt.
Vor dem Wunder steht der Glaube!

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