Kiffen...

 

... wenn man Rat und Hilfe braucht.
abendstern

Kiffen...

Beitrag von abendstern » Montag 18. August 2003, 18:10

Hallo Ihr alle-

obwohl neu- will ich euch heute ein Thema vorstellen, dass mich zur Zeit gedanklich stark beschäftigt. Gerne möchte ich eure Meinung dazu hören ( ich mein Lesen :wink: ):
Ich hab einen grad 16-jährigen Sohn, mit dem wir ein recht gutes Verhältniss haben, bislang dacht ich: wenn das die Pubertät ist, dann hats uns ja nicht so schlecht erwischt...

Dann aber kam der Knall: als er eines Abends von einem Reggae-Konzert kam ( das gibts jetzt so seit einem 1/2 Jahr) und voll fertig aussah, hab ich ihn gefragt, was denn mit ihm los sei... Sagt er doch ganz ehrlich ( und ich bin froh darüber!): "Na ja, Mama- wir haben da gekifft und es war super geil." Hab gedacht, einmal ist keinmal... und versucht, das ganze nicht zu hoch zu hängen und cool zu bleiben.

Rauchen findet er eigendlich blöd-Zigarette- wir haben aber nach einem kleinen Sit-In, dass er mit seinen Freunden in seinem Zimmer hatte, eine Wasserpfeife gefunden! So informiere ich mich über kiffen, lese mich durch den "kiifertalk", wir diskutieren ohne Ende- relativ ruhig und konstruktiv, lese die Materialsammlung übers kiffen seines Freundes= Hauptbetreiber (dessen Vater in unserer Schule den Drogenberatungsabend gemacht hat... :? ), und zuletzt waren wir sogar in der Drogenberatung.

So hat er versprochen, nach den Sommerferien mit dem kiffen aufzuhören, war aber in der letzten Woche dreimal! abends weg und es wurde gekifft... bin recht verzweifelt und weiss nicht so genau, wie das jetzt weiterlaufen soll.

Wir haben noch aml gesprochen, ich hab ihm gesagt, wieviel Angst mir das macht usw.

Bin ich die überkandiedelte Mutter :?: Mein MAnn meint ja ich soll mit Ruhe das Ende der Ferien abwarten...

Ich freu mich auf Eure Meinungen

In Erwartung Abendstern

jojo

Beitrag von jojo » Dienstag 19. August 2003, 08:40

hi abendstern,

ich finde, dass du bisher alles richtig gemacht hast und bewundere deine bisherige ruhe, aber ich kann gut verstehen, dass du jetzt nervös wirst.

ich habe gottseidank bisher mit meinen kindern keine drogenprobleme gehabt, aber ich habe ja noch einen 11-jährigen sohn und hoffe ständig, dass wir auch dieses mal glück haben. aber man steckt ja nicht drin und es kann jeden erwischen.

euer vorteil ist, dass dein sohn mit euch darüber spricht, sonst wäre es sicher noch viel schwieriger, aber ich kann die meinung deines mannes nicht so recht teilen, denn wenn dein sohn nach den ferien mit den gleichen leuten zusammen ist, was soll sich dann ändern? konnten sie euch in der drogenberatung keinen tipp geben, wie man das jetzt weiter angeht? was sagt dein sohn, was daran so geil ist? was gibt ihm das?


liebe grüße
jojo

abendstern

kiffen..

Beitrag von abendstern » Dienstag 19. August 2003, 11:51

Liebe Jojo-

hatte schon eine Antwort geschrieben, aber die ist leider im Nirwana des Universums verschollen.. :D bin halt Neuling!

Tja, er sagt, wär halt ein tolles Gefühl- man würde leicht und lustig- hätte was mit Entspannung zu tun und netter Gesellschaft. Und passt auch gut zu seiner Lieblingsmusik Raggae.

Hat auch was mit dazugehören zu tun, dabei sind nämlich die "Könige und -innen" der Klasse, denk ich. Im Moment sind die sowieso hart drauf, auch Alkohol ist ein heisses Thema.

Es fehlt noch in allem das richtige Mass und er fragt mich, ob mir es lieber wär- er würd was trinken... Man soll eben nicht zu viel mit den Kindern diskutieren- am Ende steht man selber an der Wand und es fehlen einem die Worte... :?

Wir waren zu Dritt in der Beratungsstelle und die Situtation war für unseren Sohn eher nicht angenehm (alle Augen auf Ihn) obwohl wir auch was gesagt haben. Er hat sich aber tapfer gehalten, wir sind weiter im Gespräch geblieben. Ratschläge hatten die keine, aber vielleicht muss ich ja da noch mal alleine = ohne Sohn hin.

Ich glaub der erzählt so viel, weil es ihm selber unheimlich ist. Will aber auch weiter bei den Freunden bleiben. (Was ich verstehen kann- denk ich Jahre zurück) Er hat auch noch "normale"= nichtkiffer Freunde.

Mein Mann vertraut ihm und sagt, ich solle nicht zu schwarz sehen, der bekäme das schon hin. Schliesslich sei unser Sohn doch gut gelungen und ich solle mal wieder mehr vom kiffen weg auf die positiven Seiten schauen.

Das fällt mir schwer- ich mach mir Sorgen und frag mich, ob er das so einfach schafft, nein zu sagen. Ist ja am Anfang auch nicht gelungen und jetzt gefällt es Ihm auch noch.

Hätte nie gedacht, dass ich mich mal so viel mit kiffen beschäftige... hab keine eigene Erfahrung.

Was ich aber versuche, ist dem Sohn gegenüber ruhig zu beleiben- bzw. Ihm klar zu machen, dass ich aus Sorge austicke...

Die anderen Eltern wissen wohl auch Bescheid, ob die das cooler sehen? Hab die noch nicht angesprochen= kenne ich nicht so gut. Man kann die 16 jährigen doch nicht mit so was alleine lassen- die können das doch noch nicht wirklich überblicken, oder?

Für die meisten ist es ja nur ne Phase, aber manch einer landet später in der Psychatrie, was ohne kiffen nicht so gekommen wär. (Gibts Studien drüber) Aber verbieten hilft auch nicht- dann gehts eh heimlich weiter!

Ist glaub ich viel verbreiteter, als man denkt- bei meinem Sohn glaubt mans auch nicht.

Nachdenkliche Grüsse, Abendstern

Benutzeravatar
kivi
Beiträge: 20
Registriert: Dienstag 6. August 2002, 21:58

Beitrag von kivi » Dienstag 19. August 2003, 14:28

hallo abendstern, reden finde ich gut--zerreden nicht so gut, drogenberatung reden drogenberatung reden--meist geht des jugendlichen ziemlich auf die nerven und an einem ohr rein am anderen raus. meine meinung ist, wenn euer verhältniss ok ist und er sonst keine probs macht--lass ihn ruhig---er merkt selber irgendwann, dass er unter drogen nur halb soviel spass hat wie ohne, die einstellung seinerseits--kiffen besser als saufen--unterstütze ich voll un ganz. setze grenzen--zu hause nicht--schule nicht--mofafahren nicht--ansonsten lass ihn ruhig. du merkst an meiner einstellung sicherlich eines--ja auch ich habe gekifft hehe meine kumpels auch und alle haben wir die kurve bekommen ( zwei drei von meinen alten kumpels waren bei der drogenberatung---die kiffen heute noch lol)
ich habe da ein gestörtes verhältnis zu, die machen aus jeder fliege einen elefanten und wer kifft nimmt auch anderes zeug *G* wenn dein sohn das unbedingt will wird er es machen, gib ihm vertrauen.
ausser diversen ausfallerscheinungen ist kiffen wirklich nicht gesundheitsgefährdend.
gruss kivi
seit nett aufeinander :)

angie

Beitrag von angie » Dienstag 19. August 2003, 15:17

Hallo abendstern,
wichtig ist das Ihr über alles redet. Alles was mit Ämter zu tun hat, würde ich vergessen, wie diese Drogenberatungsstelle. Dein Sohn braucht DEIN Vertrauen und das steht an erster Stelle, dann wirst Du sehen er läßt bald davon ab. Es wird aber seine Zeit dauern, hab Geduld.

Gruß angie

Molliblue

Beitrag von Molliblue » Dienstag 19. August 2003, 21:36

Hallo Abendstern, :( erscheine heute hier auch etwas ratlos, denke aber auch, daß es für solche Situationen kein Patentrezept gibt, weil sowieso jeder Jugendliche anders reagieren wird, ist ja alles individuell verschieden. Für mich selbst habe ich mir einfach mal sehr den Tipp von kivi zu Herzen genommen, weil mein Kindervolk ja noch zu Hauf in so etwas reingeraten kann.
Ich will hier auch nur eins hervorheben: Nicht auf die hören, die sagen, an sowas ist immer die Mutter schuld. UND:
Dem Sohn weiterhin sagen, welche Gefühle bei dir im Spiel sind, das halte ich für wichtig, weil es ehrlich ist. Ich glaube, daß wir Eltern auch den schwierigsten Jugendlichen anvertrauen sollten, daß wir uns in bestimmten Situationen um sie Sorgen machen, weil wir sie lieben und wollen, daß es ihnen gut geht. Wir können doch erklären, wovor wir Angst haben. Das muß ja nicht hysterisch ausarten. Aber das machst du doch schon richtig. Und richtiger als richtig geht nicht. Auch wenn er dich jetzt vielleicht belächelt, er wird älter und reifer und wird eines Tages verstehen, was du gemeint hast.
Ich habe gerade in einer Zeitschrift von einem Jungen gelesen, der entwicklungsverzögert war, keine Förderung erhalten hat, und sehr entgleist aufgetreten ist, ja, er ist richtig derbe auf die schiefe Bahn geraten. Aber jetzt hat es bei ihm geklickt und er unternimmt zum ersten Mal ernsthaft was dagegen, freiwillig. Seine Mutter hat Großartiges geleistet, sie hat immer versucht, mit ihm zu reden, sie hat konkret ausgesprochen, was sie bewegt und wie sie zu seinen Verhaltensweisen steht, aber ihn als Ganzes abgelehnt hat sie nie. Fazit: Er sucht heute verstärkt Kontakt zu ihr und hat eine hohe Meinung von ihr, die er vor allen anderen vertritt. Und er beginnt zu verstehen, was sie damals meinte,wenn sie sich Sorgen machte.Und kann augenscheinlich jetzt miteinmal etwas damit anfangen.
Diese Geschichte hat mich deshalb berührt, weil sie doch das beinhaltet, was wir uns alle wünschen , ein wirklich gutes Verhältnis zu unseren Kindern, und das sie verstehen, warum wir uns Mühe gegeben haben mit ihnen. Das zählt doch vor Leistung, Reichtum, Sicherheit, weil es Menschlichkeit bedeutet.

Genevie
Beiträge: 159
Registriert: Freitag 18. April 2003, 20:54
Wohnort: Stolberg
Kontaktdaten:

Beitrag von Genevie » Mittwoch 20. August 2003, 13:32

hallo abendstern

erstmal möchte ich sagen dein sohn hat total bescheuerte freunde wenn sie ihn nicht mehr akzeptieren würden wenn er nein danke zum kiffen sagt für mich wäre diese ein grund um denen den rücken zu kehren und aufwiedersehen zu sagen.

auch kann ich deinen sohn verstehen ich bin auch erst 23 jahr alt und kenne auch gewisse szenen. ich war lange zeit in der techno szene und da geht es wirklich ab nicht nur kiffen ondern auch die ganz harten sachen z.B. koks, speed oder pappen ( = speed)
nur ich hatte glück das ich einen echt super freundeskreis hatte und habe die nie einem menchen abwertend beurteilen wenn er nein danke sagt.

ein beispiel wir waren bei einen freund zuhause und mehere leutchen haben sich einen joint geraucht und wollten mich auch dazu verleiten ich war damals 13 jahre. ich wollte nicht und sagte auch offen und ehrlich das ich weiss das ich eine labiele person bin und ich dieses zeug nicht anpcken will da ich mich kenne denn wenn es mir gefällt möchte ich nicht mehr aufhöhren und ich würde es dann täglich nehmen. darauf hin versuchten es dann zwei weiter und wollten immer noch das ich es mal probiere. bis dann der jenige sagte dem die wohnung gehört das sie endlich damit aufhöen sollten mir soetwas in den kopf zu sehtzen sonst bekommen sie eins über die rübe und fliegen raus. aufeinmal waren sie ruhig. ich weiss es ist einfach gesagt wenn man freunde hat die zueinander halten statt gegeneinander zu agieren aber ich würde mal mit deinen soh darüber sprechen was seine freunde sagen würden wenn er sagt nein ich will nicht mehr. würden sie ihn wirklich fallen lassen. wenn es echt freunde sind niemals aber wenn es nur kumpels sind dan wären sie es mir auch nicht wert das ich etwas mit ihnen unternehme. denn diese leute brauchen nur marionetten die nach ihrer pfeife tanzen und dazu wäre ich mir zu schade und warscheinlich auch dein sohn. nur er braucht zeit um es zu sehen und es zu verstehen.

auch ist es falsch zu sagen ich höhre nach den ferien auf zu rauchen. erst die ferien dann der geburstag dann weihnachten dann ostern usw usw.
wenn er es wirklich will dann sofort. ich kann auch nicht sagen wenn ich etwas möchte jaja morgen oder übermorgen oder weihnachten.
ganz nach der divise jetzt oder niemals.

ich hoffe da du und dein sohn es schaffst dieses problem in den griff zubekommen denn kiffen ist eine einsteiger droge. versuch es ihm begreiflich zu machen. ich habe schon viele leute in der szene gesehen die mit kiffen angefangen haben und heute an der nadel hängen oder schon tot sind.

mfg Genevie

abendstern

Beitrag von abendstern » Mittwoch 20. August 2003, 21:29

Hallo alle-

Danke für eure netten Antworten- in jeder find cih was, was mir weiterhift beim diskutieren :roll:

Kivi-dein Statemant find ich auch gut! Will ja alles nicht so eng sehen. Will aber auch nix verpassen- von wegen " Mutter, warum hast du nicht richtig auf mich aufgepasst...!" :wink:

Ok, ich mach Yoga für meine Nerven, übe mich in Gedult und diskutier mir weiter einen Wolf...

Ich hoffe wirklich, es ist nur eine Phase!

Gut gelaunte Grüsse, Abendstern :)

angie

Beitrag von angie » Donnerstag 21. August 2003, 07:39

Hallo abendstern,
Du bekommst das schon hin, wir sind immer für Dich da, wenn Du reden willst.

Gruß angie

Und hallte uns auf den laufenden.

red

Beitrag von red » Donnerstag 21. August 2003, 23:02

hi, ääähm ... vergessen was ich sagen wollte :(
naja dann sag ich halt was anderes (hatte mir so nen schönen text ausgedacht)
1. geh mit ihm nicht zu solchen beratungstellen
2. lass ihn kiffen (solange er es nicht übertreibt)
3. ganja ist keine harte droge, er wird sich sicher auch bewusst sein, keine harten drogen zu nehmen
4. nach einiger zeit, ist der spass am kiffen weg, dann wird er von selbst aufhören
5. reggae ist geile musik (hör ich auch gerne)
6. sorry wenn einigen meine meinung hier nicht passt!

mfg red

ps wenn du reden willst, komm ma in den chat :) -- macht er keinen sport, geht er schon arbeiten??

kiffen besser als saufen--unterstütze ich voll un ganz || thx kivi, endlich ma einer der drauskommt :)

Benutzeravatar
Biki
Admin
Beiträge: 1151
Registriert: Dienstag 6. August 2002, 20:50
Wohnort: Rheinland
Kontaktdaten:

Beitrag von Biki » Freitag 22. August 2003, 10:45

Hallo abendstern,

ich kann deine Aufregung gut verstehen - ich denke, mir würde es genauso gehen.

Permanentes Reden und zur Beratungsstelle laufen wird aber wahrscheinlich den Erfolg haben, daß euer Sohn einfach abschaltet.

Mein Mann vertraut ihm und sagt, ich solle nicht zu schwarz sehen, der bekäme das schon hin. Schliesslich sei unser Sohn doch gut gelungen und ich solle mal wieder mehr vom kiffen weg auf die positiven Seiten schauen.
Dieser Aussage zufolge, denke ich, dass ihr einen vernünftigen Sohn habt, der intelligent genug ist, zu wissen, wo die Grenze ist.
Über Drogen wissen die Kids heute alle Bescheid und sie wissen auch, daß man damit abrutschen kann.

Daß er zu dieser Gruppe dazugehöre will ist doch auch klar. Aber wenn er dort nur ausgenutzt oder nicht richtig akzeptiert wird (wenn er z.B. keine Drogen nimmt) dann wird er das sicher auch bald erkennen.

Du solltest da schon Vertrauen haben.
Ich meine, wenn man ehrlich ist, hat man ja auch einen Menge in der Jugend ausprobiert. Ich habe zwar noch nie gekifft, aber meine ersten Feten hatte ich mit 13. Das war auch in der Sommerferien, da gab es Alkohol und geraucht (Zigaretten) haben wir ab und zu auch.
Zugegeben Raucher bin ich geworden, aber ich habe ganz normal meine Ausbildung gemacht und bin nicht zum Alkoholiker geworden.

Also Ruhe bewahren, auch wenn's schwer fällt. Immerhin habt ihr ein gutes Verhältnis und euer Sohn spricht mit euch. Meine Eltern hatten keine Ahnung davon. Ich hätte sowas nie erzählt. *g*
Biki

Rio

Hallo zusammen

Beitrag von Rio » Montag 6. Oktober 2003, 10:17

Ich bin erst seit gestern mit von der partie. also sorry falls ich irgend etwas falsch mache.

ich hab mir eben alles durchgelesen und bin tierisch begeistert von dir. Ich habe bis vor einem jahr selber noch gekifft. Meine mutter weiß bis heute noch nichts davon. Ich finde es klasse das du so ein inniges verhältnis zu deinem Sohn (Wolfgang?) hast.

Wenn er im grunde genommen ein vernünftiger mensch ist, wird ihm ein licht aufgehen. hab vertrauen. Dränge ihn nicht. sonst könnte er auf stur stellen. und das bringt nichts. frag ihn wie er sich seine zukunft vorstellt. will er wirklich gefahr laufen auf die schiefe bahn zu geraten?

ich hatte glück. ich habe damals ( :) vor einem jahr) meinen freund kennnen gelernt. er hat noch nie gekifft. ich habe mich aber in ihn verliebt , also habe ich aufgehört. er hat mich NICHT dazu gedrängt. es war meine eigene entscheidung. dabei gesagt: ich habe angefangen als ich nach der lehre arbeitslos wurde. im april habe ich dann nen neuen job gefunden und im mai habe ich meinen schatz kennengelernt. damit will ich folgendes sagen: ich habe angefangen als es mir schlecht ging (arbeitslosigkeit) und später habe ich den willen gefunden aufzuhören (klar ein verliebter mensch ist stark). ich bereue es bis heute noch nicht.
Zwar hätte ich ab und zu schon lust auf "einen" zug, aber die vernunft hält mich ab. inzwischen habe ich auch verschiedene aufgaben die ich erfüllen muss. ich hab jetzt (seit november) ne eigene Wohnung, einen freund und eine katze zu versorgen (verwöhnen :lol: ).

Wieleicht geht es deinem sohn auch nicht anders wenn er verantwortung trägt? zum beispiel die lehre oder eine weiterführende schule? sieht er ein, dass er auf keinen fall bekifft fahren sollte(mofa)? ist er vernünftig?

Viel Glück und bleib wie du bist!

abendstern

kiffen

Beitrag von abendstern » Montag 6. Oktober 2003, 11:11

Hi!

Erst mal danke Rio- für deine Antwort. Ich freue mich über jede Rückmeldung. Ich finds unglaublich gut, dass du deine Sachen so gut im Griff hast. Ist ja manchmal auch nicht leicht. Und wenn man keine Arbeit hat...

Aber das ist ja zum Glück vorbei.

Mein Sohn wird noch eine Weile zur Schule gehen, er ist in der zehn eines Gymnasiums. Später will er zur Zeit studieren. Er soll swinwn Weg gehen, ich fänds gut, er würde glücklich.

Er hat uns versprochen, das kiffen zu lassen- und das glaub ich ihm auch. Im Moment haben wir es dennoch beide nicht leicht miteinander- aber die Streits muss ich irgendwie hinnehmen- wie soll er sonst erwachsen werden?

Auf jeden Fall hat mir geholfen, von anderen Erfahrungen mit dem kiffen zu lesen, da bin ich schon gelassener. Und Mütter können ja nicht wirklich alles schuld sein... :D

Auf bald, Abendstern

markgräfin

Beitrag von markgräfin » Mittwoch 19. November 2003, 11:22

Hallo,
ich habe noch nie in einem Forum geschrieben und weil es mir heute nicht so toll ist, lese ich nicht alle Beiträge zum Thema kiffen, sondern schreibe euch mal nur meine Erfahrung mit Marihuana:
Ich habe einen jetzt fast 23 jährigen Sohn. Er fing mit 14 Jahren auf dem Gymnasium an zu kiffen. Mit 16 erfuhr ich es und ihr könnt euch meine Panik vorstellen. Da ich aber ein wunderbares Verhältnis zu ihm habe, liefen viele Gespräche mit ihm und mir wurde immer etwas leichter, weil er auch nur am Wochenende noch kiffte. Als er knapp 18 und ein Jahr vor dem Abi war, starb an seiner Stelle sein bester Freund und er fing wieder an sehr viel mehr zu rauchen. Irgendwann war die schlimmste Trauer überstanden und die Klausuren begannen, er kiffte wieder nur am Wochenende und das auch nur unregelmäßig. Inzwischen studiert er Medizin, kifft nur noch manchmal und er ist genauso lieb und freundlich, wie er es früher war. Er meint zu der ganzen Drogenproblematik: Mit 14 Jahren anzufangen wäre ziemlich früh, aber die Eltern sollten offen damit umgehen. Rauchen würden schließlich wesentlich mehr abhängig machen. Ein Raucher könne seinen Bedarf nicht reduzieren, ein Kiffer, weil nicht körperlich abhängig, kann das jederzeit.
Vielleicht könnt ihr damit was anfangen.
Liebe Grüße Markgräfin

Katarina

Beitrag von Katarina » Donnerstag 20. November 2003, 22:08

Es gibt keine Droge bei der die Meinungen im Moment so auseinander gehen, wie bei Marihuana bzw. Cannabis.
Allein die Verherrlichung dieser Droge bringt es mit sich, das sie gerade von Jugendlichen stark konsumiert wird –eine Trotzhaltung da sie legalisiert werden soll?-
Aber ich finde, man darf bei allem nicht vergessen, das auch sie eine halluzinierende Wirkung hat und somit zu Wahrnehmungsstörungen führt. Sehr bedenklich bei jungen, noch nicht ausgereiften Menschen, da es durchaus zu psychischen Störungen führen kann. Raucht man das Kraut, wirkt es schädlicher als jede Filterzigarette auf die Lunge.
Es mag durchaus sein, das diese Droge in medizinischer Sicht durchaus helfen kann, dann sollte sie aber nur gezielt eingesetzt werden und nicht für jedermann, jederzeit frei verfügbar sein. Nicht jeder kann mit Drogen wirklich verantwortungsbewusst umgehen.
Ich bin gegen das verharmlosen jeder Art von Drogen, egal ob es um kiffen handelt, Alkohol oder Nikotin.

Viele Grüße
Katarina

Antworten
Anzeige

Zurück zu „KummerKasten“