Vorurteile gegenüber Rassen

 

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Britta
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Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Britta » Montag 9. November 2009, 15:08

Ich bin ganz ärgerlich ... ich hasse, wenn alles über einen Kamm geschoren wird :evil:

Z.Z. wohnen bei uns ja 3 Huskynasen und ehrlich ... einfach super lieb ... und als Huskybesitzer muß man sich eh ein dickes Fell gegenüber dämlichen Sprüchen anhören ...

Wo ist denn der Schlitten ... na, pfeifen Sie mal den Schnee ran :mrgreen: und wenn's denn noch ein Walker der Fragesteller ist ... und wo sind Ihre Skier ...
Ist denen das nicht zu warm hier ... auf jeden Fall nicht so warm wie in Zypern oder Mallorca ...
Igitt, der hat ja 2 verschiedene Augen ... ja, das blaue Auge ist blind :mrgreen:

usw. usw. ...

Auf die Rasse sind wir durch Zufall gestoßen und ob wir bei der Rasse bleiben ... keine Ahnung ... wir haben schon immer die Hunde aus dem Tierschutz geholt die uns gefallen und wo wir denken ... ja, die perfekte Vervollständigung unseres bestehenden kleinen Hunderudels ...

Unsere ersten 3 Fellträger waren Deutsche Schäferhunde, auch aus dem Tierschutz ... nicht abgerichtet, nicht auf's Bewachen dressiert o.ä. ... ganz normale liebe Familienmitglieder ...

und ehrlich gesagt ... klar sind die Hunderassen etwas anders, aber eigentlich ... unerheblich ...

Aber wie können Hundebesitzer zu Aussagen kommen : " Deutsche Schäferhunde sind von Natur aus aggressiv ... Ihre Hemmschwelle zum Beißen wäre geringer ... es sind Bestien u.ä. "

Mich macht sowas total wütend und traurig :oops: ... für mich geht das in die Schiene ... alle Polen klauen ... alle Schwarzen sind Gewalttäter ...

Kennt Ihr solch Vorurteile aus ?

liebe Grüße

Britta

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Johanna
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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Johanna » Montag 9. November 2009, 17:25

klar kenne ich solche Vorurteile auch - nicht nur was Hunde anbetrifft - sondern auch ganz massiv gegen Kinderreichtum - wohlgemerkt gewollten Kinderreichtum. Und dann auch noch Vorurteile gegen bestimmte Berufsgruppen .....gegen Ausländer, Farbige ganz besonders und da bekomme ich - egal um was es geht - jedes Mal einen dicken Hals..... :evil: :evil:

Britta
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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Britta » Donnerstag 12. November 2009, 11:03

Hallo Johanna,

ja, Du hast Recht ... Vorurteile sind in unserer Gesellschaft "Gang und Gebe" ... idiotisches Thema :x

Ich denke, ich hatte Montag einfach zuviel Zeit, ansonsten lese ich sowas erst gar nicht ... und dann solch platte Aussagen, wo ich dachte, wenigstens Hundebesitzer hätten mehr Hirn ... egal :wink:

liebe Grüße

Britta

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Johanna
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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Johanna » Freitag 13. November 2009, 09:45

warum sollten ausgerechnet Hundebesitzer anders "gepolt" sein? Es heisst ja auch: das andere Ende der Leine ist böse - und nicht der Hund! wenn es um sogenannte "Kampfhunde" geht. In Oberdachstetten in der Zollhundeschule stand ein Spruch im Speisesaal an der Wand: Der Hund ist das Spiegelbild seines Herrn und das kann ich nur unterstreichen.......

Tasha

Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Tasha » Montag 16. November 2009, 14:46

Nach meiner Erfahrung unterscheiden sich die Hunde schon innerhalb der verschiedenen Rassen.

Ein Hyski gehört nach meiner Meinung dort hin, wo er sehr, sehr viel laufen kann und das am besten im Schnee. Traurig ist, das die Tierheime voll sind mit dieser Hunderasse.

Möglich das die meisten diesen Hunden nicht gerecht werden können, wie auch.

Den sogenannten Kampfhunden gegenüber habe ich schon Respekt, das gebe ich offen zu.Leider werde diese oft von Menschen gehalten, die möglichst gar keine Hunde halten sollten.

Diese Hunde wurden nun mal genau dafür gezüchtet.Erfreulich ist, dass sie dennoch bei guten , verantwortungsbewußten Hundehaltern überhaupt nicht aggresiv und gefährlich sind.

Das Problem ist nur, dass man das nicht sofort erkennen kann also ist da schon Vorsicht geboten.

Ich selbst habe einen Bologneser, total lieb, nicht zu vergleichen mit einem Terrier, z.B. Jack Russel.Aber auch bei denen gibt es Aussnahmen.

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Nightlove
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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Nightlove » Mittwoch 9. Dezember 2009, 13:42

ich hab mit meinem blauauge eigentlich nur gute erfahrungen gemacht was die rasse betrifft. meist großes interesse, die übliche frage " der muß aber viel laufen ne" die frage sieht man immer schon regelrecht hochkommen in den leuten, man weiß schon wann sie kommt. man antwortet, das übliche geplänkel, das wars.
mit jeanny als mischling waren die reaktionen auch meist positiv.
ich habe eher die probleme gehabt weil sie groß sind/waren. da gabs schon wirklich sehr oft probleme.

ich hab nicht wirklich vorurteile gegenüber rassen, jeder hund ist unterschiedlich, egal wie seine hülle ist wie er ausschaut.
denke jeder hat so seine rassen die er eher anschauen mag als andere. da gehts meist aber ums ausschauen und weniger ums wesen denke ich.

so hat jeder seinen geschmack, und so ist es auch bei tieren, so schlimm es sich anhört, aber so isses. der eine hund sagt einem eben mehr zu als der andere.
aber wenn der hund den man weniger " mag" dann auf einen zugerannt kommt, wedeln, freudig hüpfend, ist dieses "vorurteil" meist auch schnell verschwunden :D
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Britta
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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Britta » Donnerstag 17. Dezember 2009, 17:56

Tasha hat geschrieben:
Ein Hyski gehört nach meiner Meinung dort hin, wo er sehr, sehr viel laufen kann und das am besten im Schnee.
Genau diese Art von Vorurteil meine ich :mrgreen:

liebe Grüße

Britta

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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Sternkeks » Donnerstag 17. Dezember 2009, 18:04

Hm, Britta, ich weiß nicht, ob man das nun tatsächlich als Vorurteil bezeichnen soll.

Ich denke schon, dass alle Rassen (Menschen, Tiere, Pflanzen) dort am Besten gedeihen und sich am Wohlsten fühlen, wo sie "zu Hause" sind, klimatisch und entwicklungsgeschichtlich gesehen, und daas halte ich nicht für ein Vorurteil.

Ich würde es z.B. energisch ablehnen, mir ein Kamel, Känguru, Zebra... in den Garten zu stellen oder mir ein Krokodil in der Badewanne zu halten. O.K. das wären Extreme, aber wo fängt es an, "unpassend" zu werden?

Klar, ein hier geborener Husky, der nichts anderes kennt, kann sich auch hier leidlich wohlfühlen, und ich würde so einen Hund jetzt sicher nicht zum Nordpol verfrachten wollen, aber MÜSSEN solche Hunde denn unbedingt hier gezüchtet werden?
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Britta » Donnerstag 7. Januar 2010, 15:22

Sternkeks hat geschrieben: Ich denke schon, dass alle Rassen (Menschen, Tiere, Pflanzen) dort am Besten gedeihen und sich am Wohlsten fühlen, wo sie "zu Hause" sind, klimatisch und entwicklungsgeschichtlich gesehen, und daas halte ich nicht für ein Vorurteil.
:shock: ... jetzt bin ich doch etwas geschockt ... gehören alle Schwarze nach Afrika ?

Aber auf die Hunderassen zurück zu kommen ... wurde nicht fast jede Rasse in einem bestimmten Gebiet für etwas Bestimmtes gezüchtet ? Und dann trat diese Rasse einen weltweiten Siegeszug an oder die Rasse verschwand von der Bildfläche ?
Klar, ein hier geborener Husky, der nichts anderes kennt, kann sich auch hier leidlich wohlfühlen, und ich würde so einen Hund jetzt sicher nicht zum Nordpol verfrachten wollen, ...
Meine Hündinnen kommen aus Spanien und aus Zypern :wink: ... einen Schneehundableger direkt aus Sibirien oder aus Grönland zu bekommen, halte ich echt für sehr unwahrscheinlich. Meine Wuffels lieben Schnee, ohne Frage, aber geschlafen wird im warmen Wohnzimmer, obwohl sie die Möglichkeit besitzen nachts in den Garten zu gehen :wink: .

Eine arme Socke aus Grönland würde ich sofort aufnehmen ... Ihr wißt, daß dort die Tierquälerei schlimmer als in manch anderem Land ist, dagegen verhalten sich z.B. die Spanier echt vorbildsmäßig ...

... aber MÜSSEN solche Hunde denn unbedingt hier gezüchtet werden?
Ich frage anders ... müssen denn heute überhaupt Hunde o.ä. gezüchtet werden, wo die Nothilfen und Tierheime voll sind ? Das hat doch nichts mit Husky zu tun :roll:

liebe Grüße

Britta

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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Sternkeks » Donnerstag 7. Januar 2010, 15:37

Dass hier überhaupt erst wieder dann gezüchtet werden sollte, (5 Jahre "Pause" wären das Mindeste!!!) wenn die Tierheime nichts mehr zu tun haben ist eh meine Meinung, die sich
naturgemäß dem Züchter"ethos" entgegen stellt...
Mein Beitrag war jetzt so gemeint, dass ich es zusätzlich für NOCH hirnrissiger halte, "Exoten" HIER zu züchten, Gärtnereien und Zoos inbegriffen!

Und NEIN, sicher "gehören" nicht alle Schwarzen nach Afrika, das wollte ich damit gewiß nicht ausdrücken, aber wirklich wohlfühlen kann sich ein Lebewesen doch -meine Meinung! -
dort am besten, wo es "für gebaut" ist. Ich kanns halt nicht besser ausdrücken.
Frag doch mal erwachsene Schwarze, die in der Mitte ihres Lebens in unser "kaltes" (Witterung!) Land versetzt wurden oder weiße Auswanderer in heißen, trockenen Ländern, die sehnen sich doch fast alle, wenn sie ehrlich sind, nach ihrem gewohnten Klima. Umgewöhnen ist die eine Sache, sich wirklich wohl und heimisch fühlen, steht wo anders!
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Britta » Donnerstag 7. Januar 2010, 17:56

Sternkeks hat geschrieben: Mein Beitrag war jetzt so gemeint, dass ich es zusätzlich für NOCH hirnrissiger halte, "Exoten" HIER zu züchten, Gärtnereien und Zoos inbegriffen!!
Dein Beitrag ... ok ...

Wer hat was vom Züchten gesprochen ? Es ging um Vorurteile :wink:

Und Exoten sind Huskies hier allemal nicht ... die sind da und leben, ja ... weil irgendwelche Schwachköpfe da Kohle rausholen wollten ... lieber Sternkeks ... und wenn Du nur einmal mit einem Husky Kontakt hättest, der ein normales Familienmitglied ist, dann würdest Du es anders sehen ... es sind stinknormale Hunde :wink:

Ja ... und diese Vorurteile kotzen mich an :mrgreen:

liebe Grüße

Britta

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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Larisa » Donnerstag 7. Januar 2010, 18:39

:120: Ich hatte nie Vorurteile gegenüber den Kampfhunden,aber der Ruf der Tiere hat mir Angst eingejagt,bis ich einmal so abgelenkt war und mein Mann mir gesagt hat weißt du was du da gerade für eine Rasse streichelst :145: ,ich war am schlucken und von da an hatte ich keine Angst mehr,weil ich sage mal Kampfhunde,die Hunde können doch ganz lieb sein.Larisa :101:

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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Sternkeks » Donnerstag 7. Januar 2010, 19:40

Britta hat geschrieben: ... lieber Sternkeks ... und wenn Du nur einmal mit einem Husky Kontakt hättest, der ein normales Familienmitglied ist, dann würdest Du es anders sehen ... es sind stinknormale Hunde :wink: ...
Na, ja, es reicht dir hoffentlich, dass ich - wenn ich mich nicht sehr irre - im Laufe der 10 Jahre Tierheim so um die 35 Huskys betreut habe? Vom fast verhungerten Kettenhund, den ich aufgepäppelt habe bis zum halbjährigen Familienhund, der einfach überzählig war, als ein (Menschen)Baby kam... Ich weiß aus Erfahrung, dass es sehr liebe, teilweise katzenartig verschmuste Hunde sind, und wer ne arme Socke zu sich nimmt, da ist es dann egal, obs ein Husky oder sonst was ist. Wenn sie nun schon einmal hier leben (müssen), bin ich der Letzte, der was dagegen hat, das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es Hunde sind, die für kälteres Klima als es bei uns herrscht, "gebaut" sind.
Die Leute, die diese Hunde dann von unserem Tierheim bekamen, legten keinen Wert auf eine bestimmte Rasse, aber da, wo die Tiere her kamen, MUSSTE es unbedingt ein Husky sein - vom Züchter!

@Larisa, da hast also eine eigene positive Erfahrung gemacht, find ich Klasse! Hättest du den auch angefaßt, wenn man dirs vorher gesagt hätte? Sicher nicht, der Hund hätte deine Angst gerochen und versucht, dich unterzubuttern, wie auch immer, und schon hätte sich das Vorurteil bestätigt: "Kampfhunde sind böse", oder?
Ich hab mal von der Gendarmerie einen sogenannten Kampfhund ins Heim bekommen, den Besitzer hatten sie wegen Waffenhandel eingelocht.
Diesen Hund, ein "Seelchen", echt, hab ich dann als "Boxermischling" abgegeben, der war kinderlieb, sanft und gehorsam, also ein echt toller Familienhund.
Hätte ich damals den Leuten was von "Kampfhund" gesagt, ich glaub, die wären schreiend weggelaufen, aber als Boxermischling hat der ein super gutes Zuhause bekommen, Hund und Leute waren wirklich glücklich miteinander!
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von silberfisch » Freitag 8. Januar 2010, 00:09

Es sind nicht alle Hunde gleich und die verschiedenen Rassen und ihre Eigenarten werden ja auch bei Tiervermittlungen immer angesprochen.
Woher also die Aufregung ?
Da ist schon was wahres dran.

Ansonsten schließe ich mich Johanna an. :)
Die Menschen machen es und lassen es zu. Oder auch nicht.

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Re: Vorurteile gegenüber Rassen

Beitrag von Larisa » Freitag 8. Januar 2010, 13:40

:idea: Ich hatte Angst,aber nie Vorurteile gegen Kampfhunde und ich bin auch froh, dass ich so eine Erfahrung gemacht habe ohne Nachzudenken zu müssen,aber ich bin vorsichtig bei jede Hunderasse,weil auch ein kleiner Hund kann beißen,Ich frage eigentlich immer den Hundebesitzer,ob der Hund das mag,wenn man ihn streichelt oder ich schaue mir das Tier an ,ob das Tier allein und freundlich auf einem zukommt.Larisa :idea:

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