Testament

 

Der beste Freund des Menschen
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Johanna
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Testament

Beitrag von Johanna » Mittwoch 31. Oktober 2007, 13:10

Testament und letzter Wille eines Hundes
Ich besitze wenige Güter, die ich hinterlassen kann. Nichts wertvolles ist mein Eigentum, außer meiner Liebe und meinem Glück. Ich bitte meine Besitzer, dass sie mich immer im Gedächtnis behalten, aber dass sie nicht wegen mir leiden.
In meinem Leben bemühte ich mich, ihnen Trost in traurigen Momenten und Freude in ihrem Glück zu sein.
Es tut mir weh, ihnen mit meinem Tod Kummer zu bereiten. Die Stunde des Abschieds ist gekommen, und es fällt mir schwer sie zu verlassen, aber zu sterben wird nicht traurig sein, denn (im Gegensatz zum Menschen) fürchtet der Hund nicht den Tod. Eine große Bitte noch, ich höre oft von meinen Menschen: "Wenn er stirbt, wollen wir keinen Hund mehr. Wir lieben ihn so sehr, dass wir keinen anderen haben möchten."
Ich bitte meine Menschen aus Liebe zu mir wieder einen Hund aufzunehmen. Es nicht zu tun, wäre eine traurige Erinnerung an mein Andenken. Ich möchte die Gewissheit haben, dass sie - gerade weil ich in ihrer Familie lebte - nun nicht mehr ohne Hund leben können. Ich war nie eifersüchtig oder erbärmlich, spielte mit der schwarzen Katze, teilte an kalten Tagen den Teppich mit ihr und all die anderen Dinge aus Treue und Liebe.
Ich hinterlasse meinem Nachfolger mein Halsband und die Leine und wünsche ihm, dass er - wie ich - das Glück in diesem Haus genießt.
Das letzte Abschiedswort an meine Lieben: "Wenn ihr mein Grab besucht, denkt an mich voller Traurigkeit, aber auch mit dem Wissen, dass hier eine Kreatur ruht, die euch liebte. So tief mein Schlaf auch sein mag, ich werde euch hören und selbst die große Macht des Todes wird nicht verhindern können, dass meine Seele dankbar mit dem Schwanz wedelt!"
Anmerkung: Gefunden auf der Seite des Tierheims Manresa, Bordercollie-Freunde

Canyon1408

Beitrag von Canyon1408 » Mittwoch 31. Oktober 2007, 13:30

Das ist so ergreifend und süß geschrieben. Ich mußte weinen.

Tina

Beitrag von Tina » Mittwoch 31. Oktober 2007, 14:15

Ochje

lese ich heute nur solch traurige Geschichten.....auch hier habe ich

geweint.... :cry: ..es geht einem richtig an Herz.

Biggi

Beitrag von Biggi » Mittwoch 31. Oktober 2007, 21:00

:cry: :cry: :cry: Meine Güte, noch mehr so trauriges, herzergreifendes, ich komm aus dem Weinen gar nicht mehr raus! :cry:

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Johanna
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Beitrag von Johanna » Donnerstag 1. November 2007, 18:28

wieso ist diese Geschichte traurig??
Sie erzählt von einer Hoffnung ....der Hoffnung dass nach diesem Hund wieder ein anderes Tier seinen Platz einnimmt und ein gutes Leben hat. Ein Tier das sonst vielleicht nur ein erbärmliches "Dasein" in einem Heim hätte - niemand der Zeit genug für Streicheleinheiten hat usw.
Es steht doch da: "es nicht zu tun wäre eine traurige Erinnerung an mein Andenken" und weiter :"Ich hinterlasse meinem NACHFOLGER mein Halsband und meine Leine und wünsche ihm, dass er - wie ich - das Glück in diesem Haus geniesst."

Ich lese darin nur Hoffnung, nichts trauriges - denn zum Leben gehört nun mal das Sterben - aber die Hoffnung bleibt!!

Biggi

Beitrag von Biggi » Donnerstag 1. November 2007, 20:07

Klar Johanna, aber trotzdem lässt es einen Weinen, es ist einfach ergreifend geschrieben und es stimmt ja, dass der Tod zum Leben gehört, aber es ist nicht immer einfach zu begreifen.

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Samira
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Beitrag von Samira » Samstag 3. November 2007, 22:41

Für mich sind diese Zeilen auch traurig, weil ich an meine Hunde dabei denke, die nicht mehr leben.
Liebe Grüße Samira

Solange Menschen denken, daß Tiere nicht fühlen,
müssen Tiere fühlen, daß Menschen nicht denken.

Canyon1408

Beitrag von Canyon1408 » Sonntag 4. November 2007, 13:47

Wir mußten vor zehn Jahren auch einen Hund einschläfern lassen. Er war sehr krank. Ist nur dreieinhalb Jahre alt geworden. Wenn ich daran denke dann schnürt es mir heute noch die Kehle zu. Obwohl wir gleich wieder einen neuen Hund bekommen haben. der ist mittlerweile auch schon zehn und man merkt ihm die Jahre jetzt schon an. Hoffentlich haben wir ihn noch recht lange. Er kränkelt nämlich.

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