Kürbismarkt

 

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Johanna
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Kürbismarkt

Beitrag von Johanna » Dienstag 8. Oktober 2019, 12:03

Im September war ich für einige Tage in der Schweiz. Eigentlich wollte ich an einem Sonntag wieder nach Hause fahren, um dem lästigen LKW-Verkehr zu entgehen, aber da hatte ich die Rechnung ohne Schwiegertochter und Tochter gemacht. Am Sonnabend fuhren wir zu einem Kürbismarkt.
Für den Sonntag war ein Almabtrieb geplant. Nein - ich sollte da nicht geschmückt von der Alm herabkommen – die Kühe waren hier die absoluten Stars.
Aber zuerst zum Kürbismarkt.

Ein grosser Bauernhof – hier war eine Scheune und der dazugehörige Platz – sowie der Dorfladen – ein Kinderspielplatz, öffentliche Toilette, Kaffeestube eingerichtet und herrlich dekoriert.

Der Bauernhof Stöck Weid zeigte bereits beim Betreten was hier so an Kürbissorten angepflanzt und geerntet wird. Wagen mit Zierkürbissen standen am Eingang – ein Wegweiser zeigte die Richtungen für Spielplatz, Hofladen usw. an Daneben hielt ein Kürbismann Wacht. Der Leib war ein grosser runder orangefarbener Kürbis, darauf thronte der kugelige Kopf, welcher mit grünen Pflanzen ausgestattet war, als Mund diente eine rote Paprikaschote, die Nase war eine Kugeldistel nur die Augen waren künstlich – weisse runde Scheiben mit blauen „Pupillen“. Die Haare wurden durch einen oder mehrere Salatköpfe sowie großblätterigen Pflanzen dargestellt.

Auf einem hohen Hackklotz präsentierte sich ein Riesenkürbis „Atlantic Giant“ mit zartgrüner Farbe.
Die Ausstellungsfläche war gut bestückt. Ich wusste nicht, dass es so viele verschiedene Kürbisarten gibt. Doch hier war alles vertreten. Auf aufgeschichteten treppenartig aufgestellten Heuballen lagen Kürbisse in den verschiedensten Formen und Farben – von kleinen orangenen bis zu grossen hellgelben Früchten. Auch die verschiedenen grün-Färbungen der Kürbisse war beeindruckend. Tropfenform, rund, Kalebassenform – man konnte alles sehen und an der Rückwand der Scheune waren auf Regalbrettern alle möglichen Kürbisse aufgereiht – zusätzlich mit Namensschildern versehen. Alle Kürbisse waren aus Eigenproduktion wie ein Schild aussagte.

Es gab auch „zusammengesetzte“ Figuren. Ein Schwan bestand z.B. aus einem „Unterbau“ eines grossen sehr platten Kürbis – darauf eine helle Kürbisfrucht als Körper mit Flügeln der Hals war dunkelgelb Kalebassenförmig – die Blüte, d.h. der Ansatzstiel ergab den Schnabel…...ein anderes Tier sah aus wie ein kleines dickes sitzendes Schweinchen – Füsse waren dunkelgrüne runde Früchte – Leib und Kopf sowie Nase und auch Ohren bildeten die verschiedenartigen Kürbisse – orange und von klein bis gross.

Sucry du Berry, Oranger Knirps, Potimarron, Solor, Onion, Uchiki Kuri, Ragusa Butternut, Beja, Pilgrim, New England Blue Hubbard, Chicago Warted Hubbard um nur einige der Sortennamen zu nennen. Namen von denen ich noch nie etwas gehört hatte. Bei den grünen Früchten Namen wie Sweet Mama, Thunder, Delica, Blue Kuri, Muscatnaya Sweet lightening. Es wäre zu viel, wenn ich alle Namen auflisten würde.

Über allem sass eine Kuh (aus Kürbis) – die Hörner geformt – Kopf und Leib dick und rund, Nase und Ohren unterschiedlich in der Farbe – einfach nur lustig anzusehen.

Bei einem anderen Standort zwei Fässer bei denen Holzschnitzarbeiten ausgestellt waren. Eulen, Adler, Hase – ein Brunnen aus Holz mitsamt dem Fass für das Wasser.
Die ganze Familie war hier schwer beschäftigt den Wünschen der Kunden nachzukommen – es gab Kürbissuppe und auch Röstis aus Kürbis – das leibliche Wohl musste man auch nicht im Stehen befriedigen und auch den selbst hergestellten Wein brauchte man nicht unbedingt im Stehen verkosten.

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