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Anschaffung von Haustieren

Unsere gefiederten Freunde
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gerhild

Anschaffung von Haustieren

Beitrag von gerhild » Montag 4. Oktober 2004, 19:55

Hallöchen liebe Schwestern



ich hab mal ne Frage.
Hat jemand von Euch diese kleinen Papageien - die Unzertrennlichen? Ich habe im Sinn mir so ein Pärli zu kaufen denn nur die Voliere im Kopf inmitten des Vacuums ist mir einfach zu wenig, etwas lebendiges muss wieder ins Haus, nachdem mein Kanarienvogel Kobold vor 1 Jahr starb i(ch hatte ihn 10 Jahre) ist es so still in der Bude.

Vielen Dank für Eure zahlreichen Vorschläge und Tipps.

Grüssli von gerhild

hausdrachen

Beitrag von hausdrachen » Montag 4. Oktober 2004, 21:05

Zu den Unzertrennlichen, sie sind zwar süß, machen aber verdammt viel Dreck und sind verdammt laut. Richtig zahm werden sie auch selten, da sie sich selbst genügen. Ich persönlich würde dann eher zu nem Wellensittich raten. Wenn man sich einige Stunden am Tag mit ihm beschäftigt, braucht er auch niemand seiner Art um sich herum.

gerhild

Beitrag von gerhild » Montag 4. Oktober 2004, 21:19

Hoi Heike

Herzlichen Dank für Deine Ausführungen. Dann überlege ich mir das nochmals und werde vielleicht doch wieder einen Kanarienvogel oder mal einen Wellensittich anschauen. Mein Kobold ist mir damals zugeflogen, ein wunderhübscher Kerl - ein Jammer, dass er nicht mehr lebt. Man hängt nach so vielen Jahren an einem Tier und wenn es auch nur ein Vogel ist. Um einen Floh würde ich ebenfalls weinen wenn ich ihn so lange hätte.


Grüssli von gerhild

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Sternkeks
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Beitrag von Sternkeks » Montag 4. Oktober 2004, 22:49

Hallo, gerhild,

also, Dreck machts immer, egal, ob man sich Männer, Kinder oder Haustiere hält....*g*

Im Ernst: die Unzertrennlichen (Rosenköpfchen/Kleinpapageien) sind tatsächlich extrem aufeinander fixiert und kümmern sich nicht die Bohne um "ihre" Menschen, sind also ziemlich ungeeignet als Gesellschafter für uns. Diese Fixierung geht sehr häufig so weit, daß der eine Vogel vor Trauer eingeht, wenn er vom anderen getrennt wird.

Kanarienvogel oder Wellen-/Nymphensittich sind schon eher geeignet, allein gehalten zu werden, obwohl auch sie im Grunde nicht dafür geschaffen sind, ein Leben lang in Einzelhaft eingekerkert zu werden. Das zeigt sich schon daran, daß wer weiß wie viele dieser Vögel Dauergast beim Tierarzt sind wegen der "Unsitte" oder "Krankheit" des Federrupfens.
Diesen "Nacktfröschen" kann nur ein Partner helfen, aber den kriegen sie nicht, weil sie sich dann nicht mehr um ihren "Gefängniswärter" kümmern. Da schleppt man sie lieber zum Doc, der mit seinen Pülverchen und Vitaminen etc. auf verlorenem Posten steht.

Sorry, wenn ich das jetzt so knallhart sage! Ich will beileibe der einsamen Oma nicht ihren einzigen Kameraden madig machen, GANZ SICHER NICHT!
Aber wenn jemand wie du, liebe gerhild, ein vernünftiger, nicht einsamer Mensch, der mitten im Leben steht, sich gottlob vor der Anschaffung eines Vogels Gedanken macht, sollte er wenigstens die Information bekommen, daß es einem einzelnen Vogel ohne Artgenossen und Partnr einfach nicht gut geht. Und nur, weil tausende Vögel so leben müssen und nicht daran zugrunde gehen, heißt es noch lange nicht, daß sie sich dabei wohlfühlen, egal was uns die Züchter oder Futtermittelhersteller weismachen wollen.

Natürlich muß man auch immer differenzieren: wie gesagt, wenn so ein Vögelchen der einzige Gesellschafter für einen alten Menschen oder ein behindertes Kind ist, dann steht das Wohl des Tieres selbstverständlich hintenan. Ebenso ist es besser, wenn man ein entflogenes und somit hilfloses Tier aufnimmt, als daß es draußen umkommt.

Ich weiß, ich denke da ziemlich gradlinig und hart, (ich bin Tierschutz-vorgeschädigt!) und ich habe jetzt fast zwei Stunden überlegt, wie ich meine Meinung hinschreiben kann, ohne daß du dich angegriffen fühlst. Denn angreifen will ich dich in keiner Weise, du bist ja schließlich jemand, der sich vor der Anschaffung Gedanken macht! Deshalb habe ich dir einfach nur mal was zum Überlegen rübergereicht. Wie du diese Information verwendest, ist ganz allein deine Sache und in deine Entscheidung hat sich niemand einzumischen.

Hoffentlich habe ich jetzt "alles richtig" gemacht und es ist niemand sauer!

Eigentlich würde ich das Thema gern mal zur Diskussion stellen, wenn ich denn wüßte, wie ich das in die Haustier-Rubrik beamen kann! Denn hier sind wir verkehrt damit....
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

gerhild

Badeanzug

Beitrag von gerhild » Montag 4. Oktober 2004, 23:04

Hallöchen Sternkeks
Also, wer nach Deiner Dichtung sauer wird, der gehört doch nicht in dieses Forum - oder? Du hast mit Allem was Du schreibst unbedingt Recht. Was muss ich nur für einen wunderbaren Kobold gehabt haben, der den ganzen Tag wenn ich arbeiten war im Käfig sass und sang, dass man es an der Strassenecke hörte, keine Feder ausrupfte und mir 10 Jahre lang gesund erhalten blieb. Wenn ich dann heim kam war der Käfig natürlich offen und er konnte umherfliegen solange er wollte. Ich kaufte ihn 2 Weibchen, welche jedoch nach 2 Jahren und die Andere nach 6 Wochen (hatte Kropfmilben und ein Geschwür am Bein somit musste ich sie einschläfern lassen) verstarben. Ich selbst finde es schlimm, heute mehr denn je Vögel im Käfig zu halten. Eine Katze wäre natürlich auch etwas, ausserdem Therapie für mich denn ich putze etwas viel. Das will alles sehr gut überlegt sein denn wenn man erst einmal ein Tier hat dann ist man voll verantwortlich dafür und schliesslich soll es ja diesem Geschöpf auch gut gehen.

Ich hatte schon Meersäuli, Hamster und eben den Vogel aber immer die gleiche Vorgehensweise - erst das Buch übers Tier , man muss doch wissen wie man sich verhält wenn es krank wird und auch was so ein kleines Kerlchen braucht - dann erst kaufte ich mir das Tierli.

Also erst das Katzenbuch und danach entscheide ich dann ob ich mir eine zulege.

Also Scherzkeks, keine Angst, ich nehme so schnell nichts übel und bin robust im Nehmen, noch dazu wenn es sich um eine gezielte und treffende Meinung handelt.

So meine Liebe, dann wünsche ich Dir eine gesegnete Nacht - sitze bereits im Pyjama hier, wollte Dir aber dennoch antworten.

Grüssli von gerhild

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Beitrag von Sternkeks » Dienstag 5. Oktober 2004, 11:12

Dankeschön, nachträglich, für deinen lieben Gute-Nacht-Wunsch! Er hat auch was genützt! *g*

Ich bin ziemlich froh, daß du meine Meinung akzeptierst (bist ja nicht gezwungen, sie auch zu übernehmen!) und daß du so umsichtig bist, dich zuerst zu informieren, ehe du dir ein Tier als Hausgenossen holst.

Nur eine Anregung: hast du vielleicht ein Tierheim in der Nähe? Dort sind Tiere, die "schon existieren" und nicht extra für neue Käufer produziert werden! Dort wird man dir sicher auch raten können, wie und was man tun kann, damit es dem Haustier - seiner Natur so nah wie möglich entgegenkommend - gut geht, ohne daß man sich selbst übermäßig einschränken muß.
Eine Katze ist etwas Wunderbares, aber wenn du viel putzt, hmmmm, Katzenhaare sind nicht so einfach zu ertragen! Und reine Hauskatzen, ohne Auslauf, darf (und kann) man nicht zwingen, nur auf dem Boden zu leben, sie brauchen mindestens 2 "Etagen" :Stuhl/Sessel, Tisch/Anrichte, Schrank/Bücherregal- Mitte und obendrauf. Sie schauen sich eben (draußen ist das überlebenswichtig!) gern alles aus sicherer Höhe an!
Und wenn du den ganzen Tag arbeitest, wären zwei Katzen sinnvoll. Die Tiere leben geistig davon, daß sich etwas bewegt, und in einer leeren Wohnung bewegt sich nichts! Eine einzelne Katze ist oft so gelangweilt, daß sie sich an deinen Sachen zu schaffen macht und im schlimmsten Fall die Wohnung recht verwüstet. Dann darfst du, müde von der Arbeit heimgekommen, ersteinmal aufräumen, bist sauer auf die Katze, und das tut euch beiden überhaupt nicht gut!
Zwei Katzen beschäftigen sich und spielen miteinander, nicht mit deinen Sachen! Andererseits hast du natürlich doppelte Kosten: Futter, Streu, Kastration, Impfung....
Im Tierheim sitzt aber auch immer mal eine Katze, die keine weiteren "Götter" neben sich duldet, und die deshalb im Heim als Sorgenkind gilt. Normalerweise sind solche Tiere sehr auf Menschen fixiert und wundervolle Gefährten zum Feierabend. Die machen auch keinen Unsinn, wenn sie den ganzen Tag allein sind, im Gegenteil, die genießen es, "Alleinherrscher" zu sein!
Wegen des Alters mach dir keine Sorgen, es ist in jedem Alter allein Charaktersache, ob sich Katzen (oder Hunde) an ein neues Zuhause gewöhnen. Wir haben etliche Mutter-Kind-Guppen aus verwilderten Kolonien eingefangen, weil sie z.B. krank waren oder nicht dort bleiben konnten, wo sie lebten. Da ist es genauso oft vorgekommen, daß die Babies lange noch "wild" waren, wenn die Mutter schon zutraulich geworden war und umgekehrt!
Du wärst wahrscheinlich mit einer erwachsenen "Diva" am besten bedient, denn ein Katzenbaby den ganzen Tag allein in der Wohnung....
Laß dir halt Zeit beim Überlegen, ich bin sicher, daß du das Richtige tust!

Daß dein Kobold sich bei dir so wohl gefühlt hat, wie es in Gefangenschaft nur möglich ist, ich denke, das spricht für dich, und es wäre schade, wenn ein solch liebevoller "Pflege"platz ungenutzt bliebe!
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

gerhild

Anschaffung von Haustieren

Beitrag von gerhild » Dienstag 5. Oktober 2004, 12:11

Hoi Sternkeks

Ach haste wieder nett geschrieben, herzlichen Dank. Nun, ich erfreue mich nach 40 jähriger Vollberufstätigkeit seit 5 Jahren endlich des Daheimseins. Vor 5 Jahren habe ich geheiratet und bin seither Hausfrau und immer daheim. Somit würde jedes Tier bei mir bestens versorgt in unserer GmbH ( Gib mit beiden Händen). Hund käme nicht in Frage aber eine Katze - ob nun Tierheim oder Zucht, das überlege ich mir noch sehr genau. Wir wollen auch weiterhin ab und zu in die Ferien, dann wäre die Katze auf andere Leute angewiesen, alles nicht so mein Fall. Vielleicht warten wir noch das eine oder andere Jahr denn wenn ein Tier, dann will ich mich um dieses auch kümmern und nicht nur mal so nebenbei.

So meine Liebe, dann wünsche ich Dir und Deinen Tieren noch einen wunderschönen sonnigen Tag.

Herzliche Grüsse von gerhild

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