Ich sah heute Mehlschwalben

 

Unsere gefiederten Freunde
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Sandrine

Ich sah heute Mehlschwalben

Beitrag von Sandrine » Donnerstag 19. April 2007, 22:24

Heute Morgen sah ich die ersten Mehlschwalben, für den Norden recht früh. Hier treffen sie von Afrika cca. Ende April, Anfang Mai ein.
Zwei Schwalben versuchten durch ein auf Kippe gestelltes Schlafzimmerfenster hinein zu kommen. Immer wieder versuchten sie, flirrten mit den Flügeln, und suchten den Eingang, wo es dann ja immer wieder auch bei der Brut klappen könnte hin und her zu fliegen.
Auf Bauernhöfen können sie raus und rein fliegen, dafür lässt man ihnen immer irgend etwas auf. Sie bevorzugen Stallungen, wobei sie auch gleich im Flug ihre Nahrung..., meist sind es Fliegen, kleine Schmetterlinge oder andere Insekten, die sie auch zur Aufzucht benötigen schnell hier finden.
Wenn sie an der Hauswand unter Dach ihr Nest bauen, fertigen sie es vorwiegend aus Lehm oder feuchter Erde, wobei sie bis auf ein Einflugloch ihre Behausung schließen.
Mehlschwalben ziehen 5 - 6 Junge auf.
Ein Jahr hatte ich mal beobachten müssen, wie ein Nachbar sechs-sieben Nester mit einer Hacke abstach um sie loszuwerden.
Heute hat es mich gefreut, wieder die ersten Schwalben zu sehen, die hoffentlich nette Leute finden wo sie geduldet werden. Sie sind doch schon nicht mehr ganz oft zu sehen. Früher sah man sie als Glücksbringer an und freute sich, wenn auch bei ihnen die Paare brüteten und nächstes Jahr wieder kamen.

Liebe Grüsse von Sandrine :151: :151: :151: :151: :151:

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Sternkeks
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Beitrag von Sternkeks » Donnerstag 19. April 2007, 22:50

Aber jaaaaaaa, Sandrine, das hatte ich doch glatt vergessen zu erwähnen:
Pünktlich am Ostermontag-Morgen waren "unsere" Schwalben zurück in Thüringen. Sie haben auch sofort ihre alten Nester bezogen und gegen andere, die wohl auch eine fertige Bleibe suchten, verteidigt!
Wie konnte ich das nur vergessen, dabei hat es mich so sehr gefreut!
Sie nisten bei uns auf dem Hof an der Ostseite aussen direkt unter dem Dachvorsprung. Sie könnten und dürften auch in die Scheune, aber dort haben wir (noch) keine gesehen.
Schwalben werden zu Recht als Glücksbringer angesehen (ebenso wie Spinnen - nu schreit mal nicht gleich ihgitt!!!), weil sich diese Tiere nur in einem "guten" Haus (gesunde Atmosphäre, nicht vergiftet....) wohlfühlen und aufhalten. :)
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

Sammelengel

Beitrag von Sammelengel » Donnerstag 19. April 2007, 23:08

Da kann man mal sehen, was Ihr an Euerem Wohnort für Vorteile habt,
Ihr schreibt von Vögeln, die ich in meinem Leben noch nie gesehen habe.
Ich finde es aber interessant zu lesen.

Natürlich überlese ich die Spinnen gerne, habe im Garten genug davon.

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Beitrag von Sternkeks » Donnerstag 19. April 2007, 23:14

Echt nicht, Sammelengel? Hast du noch keine Schwalben gesehen?
Ich hab schonmal ein ganzes Nest junge Schwalben von Hand aufgezogen, eins ist leider gestorben, aber vier Schwälbchen hab ich durchgekriegt. :)
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

Sandrine

Beitrag von Sandrine » Donnerstag 19. April 2007, 23:17

Hach tut das gut, endlich eine Frau die Spinnen mag.
Nicht, dass ich sie im Terrarium haben muß, und krabbeln von Urtieren auf meinem Arm, muß ich auch nicht haben.., aber was tun denn diese kleinen Dingerchen, die sich Haupsächlich zum Herbst hin ins Haus verziehen.., genau wie wir.
Totz der Fliegengitter, die ich fast überall habe, krauchen sie rein und finden immer ein klitzekleines Stellchen, wo sie mit uns überwintern wollen, nämlich ins Haus.


Zu den Schwalben, die ich sehr liebe, kann ich nur sagen Sternkeks, wenn Du in Deiner Scheune Tiere hättest, kommen sie garantiert auch da rein.
Dort hätten sie gleich das Futterangebot (Insekten die sich zu den Tieren ziehen würden)
DEINE Schwalben denke ich, haben sich für den Nestbau genau die richtige Wetterseite ausgesucht, nämlich die Morgensonne und nicht westlich..., die Wetterseite. Sie sind doch schlaue Tiere, zumal sie die Überdachung bevorzugen.

Liebe Grüsse von Sandrine

Sammelengel

Beitrag von Sammelengel » Donnerstag 19. April 2007, 23:21

Keksle, ich habe Schwalben (Schwärme) immer nur vorüber ziehen sehen aber noch nicht von der Nähe.

Strickfee

Beitrag von Strickfee » Donnerstag 19. April 2007, 23:30

@sandrine, da muss ich dir Recht geben, in unserer alten Wohnung haben sie immer an der Seite ihre Nester gebaut, wo Morgensonne ist mit Überdachung. Der einzige Nachteil für uns, es war direkt über unserer Terasse und da hatten wir den ganzen Sommer viel "Glück" von oben!!!!

lg strickfee Bild

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Beitrag von Sternkeks » Donnerstag 19. April 2007, 23:53

Na ja, Sandrine meine Lieblinge sind die Spinnen nicht gerade, aber ich töte sie nicht, nicht absichtlich!
Sie tun einem ja schließlich nichts, und ich denk mir mal, sie fangen die lästigen Fliegen und Mücken und dann seh ich sie eben als meine "Freunde" an. Wenn mich eine stört, schick ich sie halt nach draußen zum Spielen...... :lol:
Und wie gesagt, wo sich Spinnen aufhalten, ist das Haus gesund!
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

Gerlii

Beitrag von Gerlii » Freitag 20. April 2007, 07:43

Ja, man sagte, wo Spinnen sind, ist kein anderes
Ungeziefer.Aber ich mag Spinnen auch nicht.
Sammelengel, Schwalben sind wunderbare Vögel,
sie haben gegabelte Schwänze.Nennt man sie nicht auch Mauersegler ?

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Beitrag von Sternkeks » Freitag 20. April 2007, 08:31

Gerlii, Schwalben und Mauersegler gehören zur selben Familie, sind aber irgendwie verschieden. Auseinanderhalten kann ich sie auch nicht. Was sie gemeinsam haben, sind die langen Flügel, mit denen sie nicht mehr hochkommen, wenn sei auf dem Boden sitzen. Denn dann ist nach unten hin nicht genügend Platz, um zum hochsteigen "auszuholen".

Man brachte uns einige dieser Vögel als verletzt oder "kann nicht mehr fliegen" ins Tierheim. Wenn ich sie dann senkrecht hoch in die Luft warf, flatterten sie los, drehten nochmal einen Kreis zur Orientierung und waren auf und davon! Ich hoffe heute noch, dass ihre Nester wieder gefunden haben......
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

Sandrine

Beitrag von Sandrine » Freitag 20. April 2007, 10:58

Jetzt habe ich meine schlauen Bücher gefragt und herausgefunden...., weil ich nicht beschreiben konnte, wieviel größer ein Mauersegler ist.

Eine Mehlschwalbe wird 14 cm. groß, die einen auffällig weißen Bürzel bei weitgehend bläulich_schwarzer Oberseite. Schwanz nicht so tief gegabelt wie die Rauchschwalbe.Dann gibt es die Uferschwalben, die wie sie schon sagt, einen anderen Lebensraum bevorzugt, und wird auch 14 cm.
Wir beobachteten sie an einer Sandgrube, die sich Sandlöcher herausarbeiten zur Brutzeit.
Es war nahe an einer Kiesgrube, die zu damaliger Zeit abgebaut wurde zur Ziegelherstellung, dann aber ausgebeutet war und so fanden die Uferschwalben ihr Zuhause, weil durch den Kiesabbau auch Wasserlöcher entstanden.

Die Rauchschwalben 19 cm. groß, hat einen langen tiefgegabelten Schwanz, dunkelrote Kehle und Stirn. brütet meist innerhalb der Häuser.

Während Mauersegler 19 cm. groß werden, sind leicht mit Schwalben zu verwechseln. Verlebt sein gesamtes Leben in der Luft, nur zur Brutzeit sucht er Löcher an Häusern und Felswänden auf. Schläft in der Luft, macht dabei einige Flügelschläge, damit er seine Höhe erreicht und ernährt sich auch von Insekten aus der Luft.

Wir nahmen die Kinder als sie klein waren mit dem Rad mit in die Natur, so haben sie viel mitbekommen.
Viele Beikräuter mit Namenbestimmungen. Kann auch einige Nehrwerte dadurch bestimmen, aber viel, viel gesehen, die Natur zu verstehen und was zu welcher Zeit wo zu finden ist.
Ich bin keine "GRÜNE", aber habe viel daraus gelernt
und dadurch achtet man auch viel mehr, was draußen geschieht.
Ich hoffe, es war nicht zu viel auf einmal, aber Schwalben und Mauersegler sind etwas anderes.

Liebe Grüsse von Sandrine

übrigens...., zum knuddeln finde ich Spinnen auch nicht, lass sie leben, wenn ich mich nicht angegriffen fühle*kichergrins* sie sich über meinem Kopf abseilt wenn ich gerade im Bett liege. Aber deshalb schreie ich auch nicht.

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Johanna
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Beitrag von Johanna » Freitag 20. April 2007, 14:17

Aöls Kind lebte ich zeitweilig in einer Wohnung, die in einem ehemaligen Kornspeicher aus der Ritterzeit war. Da brüteten die Schwalben auch im Treppenhaus und mein Onkel befestigte unter dem Nest ein kleines Holzbrett....ich habe oftmals stundenlang auf der Treppe gesessen und sie beobachtet - sie waren gar nicht scheu und haben ihre Jungen gefüttert auch wenn ich anwesend war (in gebührendem Abstand)
als junge Frau in Wasserburg hatten wir auch Schwalbennester unterm Dach (direkt über Wohnzimmer- bzw, Schlafzimmerfenster. Da kamen dann auch kleine Brettchen zum Schutz gegen "das Glück von oben" hin. In Köln hatte ich leider nicht das Vergnmügen, aber dafür hatten wir andere Tiere (kleine Käuzchen, Kleiber, Rotkehlchen, Eichhörnchen und auch Elstern usw in unserem Garten. Hier sehe ich öfters Greifvögel über die Felder segeln - Schwalben waren hier auch noch nicht da oder haben genistet. Ich wüßte auch nicht, wo sie hier Nester bauen sollten.

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