11.09.
Drohne sein, ein erstrebenswerter Beruf?
Die letzte Station unserer Erholungsreise in die Heide war Celle. Angepriesen als eine Stadt mit Europas grösstem zusammenhängenden Fachwerkensemble, einem malerischen Welfenschloss mit Schlosstheater und einigen Museen. Sowie diversen Parkanlagen.
Wir parkten das Auto und liefen in die verhältnismässige kleine Altstadt. Das Schloss war eigentlich unser Ziel. Vorbei an der Touristinformation wo wir einen Stadtplan erbaten, dann weiter bis zum Schlosspark. Gleich von der Strasse aus sieht man das Schloss – und zwar ganz verhüllt, als ob Christo schon vor uns dagewesen ist. Restaurierungsarbeiten an der Aussenfassade. Vor dem Schloss in der Gartenanlage stand ein kleines Bimmelbähnchen mit der Aufschrift: Grosse Stadtrundfahrt – wo Celle am schönsten ist.
Die Tour sollte das Schloss, den Südwall, heiliges Kreuz, Schuhstrasse, Schlosspark, französischen Garten sowie neues Rathaus mit Stadtpark und noch einiges mehr beinhalten. Wir stiegen ein und liessen uns überraschen.
Zuerst fuhren wir durch einen kleinen Teil des Schlossparks, bevor wir dann in die Altstadt abbogen. Schöne alte Fachwerkhäuser – am heiligen Kreuz – das älteste Fachwerkhaus von Celle , dunkelgrün, die oberen Stockwerke immer ein wenig mehr nach vorne gebaut um die Zimmer zu vergrössern. Ein sehr schön restauriertes Fachwerkhaus mit der Aufschrift in einem Querbalken Anna Olfeken, Anno 1620. Neben Ladentüren reich verzierte Längsbalken. Dann fuhren wir durch einen Park – hier war ein grosser See, auf dem Autoreifen schwammern. Man erklärte uns, dass diese Autoreifen am Abend bzw. in der Nacht beleuchtet werden. Auf einer grossen Wiese eins metallene Skulptur, ein aufsteigendes Pferd, welches von einem vor ihm stehenden Mann zum hochsteigen aufgefordert wird. Im französischen Garten ein Denkmal für die Dänenkönigin Caroline Mathilde. Der französische Garten besteht auch aus einem Rosengarten und weist eine doppelte Lindenallee auf. Auch ist hier ein einzigartiger grosser Arbeitgeber zu finden. Das Institut für Bienenkunde. Ganz genau kann ich mich nicht mehr an die Anzahl der weiblichen Arbeitsbienen erinnern, aber wenn viele Bienenstöcke vorhanden sind, dann gibt es auch viele Königinnen und – was braucht man? Natürlich Drohnen…..Uwe meinte, Drohne zu sein wäre ein Beruf, den er sich auch vorstellen könnte. Hier gibt es den Tag der offenen Tür.
Ziel des Tages der offenen Tür ist es, die Öffentlichkeit über die enorme ökologische und ökonomische Bedeutung der Bienenhaltung zu informieren. Die ökonomische Wertigkeit bezieht sich nicht nur auf den Verkaufserlös der Produkte aus dem Bienenvolk, sondern auch auf die Bestäubungsleistung der Bienen. Aus wirtschaftlicher Sicht sind hier vor allem die Kulturpflanzen zu nennen, die dank der Bestäubung durch die Bienen höhere und gesicherte Erträge bringen. Zur Einschätzung des Wertes der Bestäubung der Kulturpflanzen wird die Wertschöpfung aus der Imkerei (Verkauf von Honig und Wachs) mit dem Faktor 15 hoch gerechnet. Aus ökologischer Sicht ist die Bestäubung der wildwachsenden Blütenpflanzen durch Honigbienen von großer Bedeutung.
Die Besucher können sich über die verschiedenen Arbeitsbereiche des Instituts für Bienenkunde durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren lassen. Gezeigt und erläutert werden u.a. moderne Methoden der Führung von Bienenvölkern, der Honig- und Wachsgewinnung, der Königinnenzucht, der Vorbeuge und Behandlung von Bienenkrankheiten sowie die Untersuchungstätigkeit (Qualitätskontrolle von Honig, Krankheitsdiagnose, etc.) als auch zahlreiche Forschungs- und Entwicklungsarbeiten (Honig, Pollen, Bienenbiologie, Bienengenetik, Bienen und Pflanzenschutz). Die Gäste können weiterhin verschiedene Honigsorten probieren und werden staunen, wenn sie einen Tropfen Honig unter dem Mikroskop sehen. Sie werden erfahren, wie die Bienen Nektar und Pollen nach Hause transportieren und können sich Bienen von außen und innen
unter dem Mikroskop ansehen. Wer mehr darüber wissen möchte:
https://www.laves.niedersachsen.de/aktu ... 73836.html
Wir verliessen den Park und kamen wieder zurück in die Stadt. Ein Ortsteil mit würfelähnlichen Häusern, (Bauhaus?) blau und rot im Wechsel. Sehr ungewöhnlich für eine Stadt mit so vielen Fachwerkhäusern.
Wir kamen an einer grossen Kaserne vorbei. Diese Kaserne wurde 1841 erbaut und ist das Gelände der ehemaligen Reiterkaserne des „Cambridge Dragoner“ Regiments. Nach ihrer Stilllegung 1996 ging sie in den Besitz der Stadt Celle über, verbunden mit der Auflage das Gelände zum Zwecke der Jugend- und Kulturarbeit sowie eines Freizeitsportangebots zu nutzen.
Ganz zum Schluss erreichten wir wieder die Altstadt und erfuhren dass es hier auch „sprechende Laternen“ gibt. Wenn man sich unter diese Laterne stellt dann „spricht“ sie wohl. Ausprobiert haben wir das nicht.
Wir verliessen das Bimmelbähnchen vor dem Schloss – betraten den Schloßinnenhof und tranken hier noch in einem „Biorestaurant“ ein kühles Getränk, bevor wir uns dann wieder auf den Heimweg machten.
11.09. Drohne sein - ein erstrebenswerter beruf?
Ob Urlaub oder Tagesausflug, wenn einer eine Reise tut, darf er uns davon erzählen
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