Paulchen 2008 - 2017

 

Das Raubtier auf Samtpfoten
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Sternkeks
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Paulchen 2008 - 2017

Beitrag von Sternkeks » Dienstag 25. April 2017, 14:57

Wir mussten unsern Paul einschläfern, irreparabler Nierenschaden. :( Das Einschläfern war eigentlich eine Erlösung für ihn, und für uns auch, denn er hatte seit zwei Wochen jegliche Nahrung verweigert. Was hab ich alles versucht: Hühnchen, Thunfisch, (also keine Katzendose) Schinken, Sahne... Dann hatte er am Donnerstag aufgehört zu trinken. Inzwischen war er nur noch Haut und Knochen und fing an auszutrocknen. Keine Therapie schlug an, der Tierarzt kam jeden Abend (er wohnt gegenüber). Die Ergebnisse der Blutuntersuchung sagten dann aus, dass es laut Tierarzt nur eine einzige Quälerei sei, ihn leben zu lassen...

Die Nieren arbeiteten zwar, aber filtern die unbrauchbaren Sachen (Gifte, wenn man es so nennen will) nicht mehr aus, sondern lassen nur Wasser "durchlaufen", daher trocknet der Körper dann total aus, obwohl viel getrunken wird, und man vergiftet sich langsam, aber sicher, selbst. Beim Menschen gibt es diese Krankheit auch, und daher weiß man, dass in fast allen Fällen dadurch böse Magenentzündungen entstehen, sodass den Patienten ständig und nur übel ist -> Nahrungsverweigerung. Therapie ist beim Menschen möglich, aber ziemlich aufwendig und mit äußerst fragwürdigem Erfolg, einem Tier kann man das nicht wirklich zumuten: längere Zeiten am Tropf, Infusionen von Medikamenten, zu guter Letzt eine Transplantation mit anschließend lebenslanger Medikamentengabe.
Wir haben Paulchen dann am Samstagnachmittag begraben. So traurig, dass sowas mal wieder ein ausgesprochen liebes, sanftes und anschmiegsames Tier treffen musste. Kleiner Trost für mich, er ist angstfrei, ganz ruhig, kuschelnd und schnurrend in meinem Arm eingeschlafen.
Liebe Grüße und gute Wünsche
für Mensch und Tier
von Sternkeks

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Ivi
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Re: Paulchen 2008 - 2017

Beitrag von Ivi » Dienstag 25. April 2017, 20:27

Oh man, das arme Kerlchen! :cry: Mein herzliches Beileid!
Vor dem Wunder steht der Glaube!

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Johanna
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Re: Paulchen 2008 - 2017

Beitrag von Johanna » Dienstag 25. April 2017, 21:26

Keksli besser man erlöst ein Tier bevor es unendlich lange leiden muss. Tut mir leid für Dich - aber bei Deiner Tierliebe hast Du bestimmt noch genügend Lebewesen die Du umsorgst!

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Biki
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Re: Paulchen 2008 - 2017

Beitrag von Biki » Mittwoch 26. April 2017, 13:23

Es ist immer schlimm, wenn man ein Haustier verliert und ich denke, für Paulchen ist es besser so.
Ich finde es unmöglich, dass manche Tierärzte (wahrscheinlich nur um Profit zu machen) kostspielige Therapien und Operationen vorschlagen. So sollte unser Hund damals eine "Chemotherapie" bekommen.
Wir haben nachgefragt, was dabei passiert.
Dem Hund fallen alle Haare aus und es geht im schlecht in der Therapie. Erfolg der Therapie (wenn sie überhaupt anschlägt) 4 Wochen länger leben. :(((
Biki

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Neumond
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Re: Paulchen 2008 - 2017

Beitrag von Neumond » Dienstag 27. Juni 2017, 09:14

Friede den Tieren und Menschen.
Ein Dank an die verantwortungsbewußten Mitmenschen, die zum Wohle des Tieres entscheiden.

Ich fühle mit Dir Sternkeks.
Licht, Liebe und Frieden
Herzlichst
Neumond

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katty550
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Re: Paulchen 2008 - 2017

Beitrag von katty550 » Sonntag 22. Oktober 2017, 00:18

Das ist auch bei Chemotherapie an Menschen so.
Oft unnütz und ohne diese Radikalen Massenabnahmen hätte der Mensch zufriedener seine Letzte zeit verbracht.

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clara
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Re: Paulchen 2008 - 2017

Beitrag von clara » Mittwoch 25. Oktober 2017, 16:19

Ihr habt die richtige Entscheidung getroffen, auch wenn es unendlich weh tut.
Liebe Grüße von clara

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