Rettmobil 2026
Wir fuhren nach Fulda um uns die Messe Rettmobil anzusehen. Wir dachten nicht dass es eine grosse Messe ist, aber wir irrten uns !
Hier werden nicht nur Sanitätsfahrzeuge, Notarztfahrzeuge der verschiedenen Firmen ausgestellt sondern auch Feuerwehrautos, alles was mit diesen Berufen zusammenhängt. Also Kleidung, Taschen, Tragen, Liegen, Helme, Wasseraufbereitungen, es werden Notfallpakete vorgestellt. Natürlich auch Schutzanzüge für alle möglichen und vorstellbare Situationen, seien es Gasunfälle oder ähnliches.
Wir kamen am Messegelände an und fragten einen „Strassen- und Verkehrs-ordner“ wo wir die Plätze für Rollstuhlfarer finden und wurden auch gleich dorthin geschickt. Klasse, direkt beim Haupteingang unter Polizeiaufsicht sozusagen.
Nachdem wir Rollstuhl und meinen Rucksack aus dem Auto ausgeladen hatten, spazierten wir direkt in die erste Halle zu Kathastrophenfahrzeugen, besichtigten Motorräder, Rettungsfahrzeuge der verschiedenen Firmen. Auch die Bundeswehr war hier vertreten. Ebenfalls sahen wir Fahrzeuge aus anderen europäischen Ländern, wie z,.B. Finnland (Kfz-Zeichen J5L).
Die Übersicht der Fahrzeuge war unheimlich gross – in einigen Hallen standen die Fahrzeuge und man konnte in jedem Fahrzeug teilweise eine andere Ausbauart sehen. Als Bus für mehrere Personen oder als Transporter für liegende Patienten – je nach Ausbau. Firmen, die Fahrzeuge vermieteten und dann den Ausbau je nach Anforderung herstellten.
Die fertige Leuchtschrift wurde präsentiert wie z.B. Notarzt, Langsam oder auch Feuerwehr. Denn auch dies wird ja bei Notfällen immer wieder benötigt.
Fasziniert war ich von einer Vorrichtung die dem Fahrzeugführer das lenken und fahren auf vereisten und verschneiten Wegen leichter macht. Neben einem Rad wird ein zweites Rad montiert, welches in Richtung auf die Strasse mehrere Ketten in Umdrehungen bringt, die dem Fahrzeugrad Eis und Schnee einfach durch die Rotierung wegfräst……
Wir konnten Anlagen besichtigen die es ermöglichten Menschen zu behandeln die vollkommen isoliert behandelt werden mussten.
Rampen die für den Transport von Rollstühlen eingerichtet waren, Hebebühnen usw.
Es gab Fahrzeuge die man nicht nur kaufen sondern auch mieten konnte, hier brauchte man nur sagen für wie viele LiegendPatienten das Auto ausgerüstet werden sollte, dann wurde dies umgebaut und bereitgestellt. z.B. Crafter 35 Windlauf-Fahrgestell als Rettungswagen (RTW) dieses Auto kam aus Salzgitter, ein anderes aus dem Landkreis Heilbronn. Vom Bayrischen roten Kreuz konnten wir ein Motorrad sehen.
Rollstühle für Grosse und Kleine. Rettungs- Trageliegen für Kleinkinder genauso wie für Erwachsene.Vakuummatratzen, Vakuumsschienen .
Wir sahen blaue Plastikrollen und fragten für was die denn gut sein sollen. Wir wurden aufgeklärt, dass diese Rollen eigentlich Notfallmatratzen sind, die man mit einem speziellen Gerät aufbläst. Die Geschwindigkeit die man uns dafür nante war für uns unglaubhaft, deswegen wurde uns ein Teil kurz vorgeführt. Diese Plastikrollen bestehen aus zweilagigen eng aneinanderliegenden Kammern, die von der Maschine aufgeblasen und dann sofort verschweisst werden.
Einfache Luftmatratzen die aus schmalen Luftröhren bestanden. Alle Matratzen konnten auf das Mass für 2 m Länge innerhalb kürzester Zeit aufgeblasen werden. Eine clevere Idee für Gemeinden, Flughäfen und grosse Ansammlungen von Personen die in Notlagern untergebracht werden müssen.
Ein Trailer wurde angepriesen mit vielen Möglichkeiten. Die Firma entwickelt hochwertige Tiny Häuser, Camping-Pods und mobile Wohnkonzepte. Feuerwehrautos die auch für schwieriges Gelände einsatzfähig sind, mit Höchstgeschwindigkeiten bis 60 km/h.
Ein Inkubator für Frühchen – hier lag eine Babypuppe in diesem Gerät und wir dachten, dass diese Puppe wirklich ein echtes lebendiges Baby ist, es sah so natürlich aus und auf Nachfragen erklä#rte man uns, dass die Künstlerin für die Herstellung dieses Babys 100 Arbeitsstunden benötigte.
Mit mehreren Autos konnten Passagiere mitfahren die einen sehr aufwendigen Parcours absolvierten, bergauf und bergab, über Stock und Stein .
Es gab Stände die Notverpflegung anboten, Summit Coffee oder Jägertopf mit Rindfleisch – Vegane Mahlzeiten oder auch laktosefreies Essen- Mahlzeiten die „halal“ waren, an alle wurde gedacht.
Für diese Mahlzeiten wurde eine trockene Langzeitlagerung bis 20 Jahre Haltbarkeit zugesagt. Kein Kochen oder erhitzen erforderlich, einfach nur Wasser hinzufügen, etwas warten – fertig. Auch wurden hier Keramikfilterkartuschen angeboten. Eine Kartusche ist für den intensiven Gebrauch ausgelegt und hält bis zu 20.000 Liter. Filtert Bakterien, Mikroplastik und Protozoen. Aktivkohle verbessert den Geschmack und reduziert Gerüche sowie Chlor.
Die Bundeswehr hatte auch hierfür einen Stand und man konnte verschiedene Mahlzeiten ausprobieren die als „Notfallessen“ für die Soldaten zusammengestellt waren. Ich kannte diese Notfallpakete von früher und war nicht begeistert, aber ich probierte trotzdem und fand dass sich hier einiges zum Vorteil verbessert hat. Das Essen war wirklich schmackhaft und konnte mit jeder gutbürgerlichen Küche mithalten.
Der Stand der Schutzanzüge zeigte war sehr interessant. Schutzanzüge, Handschuhe, Stiefel – es gab nichts was man bei einer Dekontamination oder Dekontaminierung vermissen würde. Man kann durch Geräte ein Haus innerhalb kurzer Zeit von Giftstoffen befreien.
Einmal in Organismen aufgenommene Substanzen werden mit Dekontaminationsmaßnahmen nicht mehr oder nur bedingt erreicht. Das betrifft vor allem die Aufnahme über Atemwege, Schleimhäute, Haut und Darmpassage. Deswegen ist auch die Herstellung von Bergehüllen und aufblasbare Dekontaminationsduschen , Wasserrettungsprodukte oder Wasserspeichergeräte sowie Sicherheitsbeutel für Gefahrstoffe wichtig.
Wir brauchten eine Pause und suchten ein grosses Zelt auf, welches uns Kaffee, Kuchen usw. anbot. Es gab zwar auch Buden die Bratwürste, Pizza oder Waffeln anboten aber mir war wirklich etwas kühl draussen durch den Wind.
Also genossen wir die Verpflegung die angeboten wurde, ich einen heissen Kräutertee und Uwe eine kleine Flasche Cola nebst Kuchen für uns. Und ich muss sagen dieses Verpflegungszelt war durch den tollen Service viel besser zu bewerten, wie das bei der Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis.
Als wir dann noch die Kleidungsstände anschauten und ich auch noch eine Kleinigkeit fand, die mir zusagte – Uwe einen Stand mit Werkzeug fand, die er auch benötigte war der Tag ganz schnell vorbei mit Schauen, Vergleichen und Informationen sammeln.
Zum Schluss erkundigten wir uns bei einem anderen Rollstuhlfahrer wo denn die Parkplätze für die Behindertenfahrzeuge waren, weil wir es einfach nicht mehr wussten. 18 Zelte mit Ausstellungsständen, 1 grosses Zelt mit Bewirtung, kleine Zelte und Buden mit Bewirtung, die Aussenanlagen mit den vielen Fahrzeugen, der Hubschrauberlandeplatz der auch sehr umlagert war – es war reichlich und für uns genug. Wir haben uns auch nicht bei den Fahrzeugen die das Gelände umrundeten angestellt, es waren einfach zu viele Menschen dort, die auch mitfahren wollten und ich wäre wahrscheinlich gar nixcht in die hohen Fahrzeuge hinauf gekommen. Denn die Heimfahrt stand ja auch noch an. Sollte im nächsten Jahr wieder eine Rettmobil in greifbarer Nähe stattfinden werden wir bestimmt wieder dabei sein, sofern meine Gesundheit mitspielt.
Rettmobil 26
Ob Urlaub oder Tagesausflug, wenn einer eine Reise tut, darf er uns davon erzählen
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