Renovierungstipp: Raufaser ausbessern

Oft kann man Arbeit, Geld und Zeit bei der Renovierung sparen. In Räumen mit dem beliebten Klassiker Raufaser kann man problemlos Löcher und schadhafte Stellen ausbessern.

Der Frühling als Sinnbild der Erneuerung veranlasst so manchen frischen Wind in die eigenen vier Wände zu bringen. Neue Farbe für Wand und ein paar farblich abgestimmte Accessoires – und schon sieht alles frisch und neu aus.

Das geht fix - Streichen reicht!

Aber …
… ist ein Zimmer erstmal leer geräumt, so fallen Macken und Verschmutzungen erst richtig ins Auge. Bei großen Bohrlöchern, abgeplatztem Putz und abgerissener Tapetenstücke ist es mit Streichen nicht getan aber eine Komplett-Renovierung ist nicht immer unbedingt notwendig.

Neue Leitungen wurden verlegt und mit einem Rigips-Kasten verkleidet.

So weit, so gut.
Decke und der obere Bereich der Wände ist noch in Ordnung, allerdings gibt es im unteren Bereich riesige, ausgefranste Bohrlöcher von den Wandhalterung und zum Teil abgerissene Tapete.
In einer Höhe von ca. 80 cm haben wir die Raufaser eingeschnitten und entfernt und die Übergänge mit Schmirgelpapier geglättet.
Dieses untere Stück und der Rigips-Kasten wurde neu tapeziert.

Der Kasten und der untere Teil der Wand wurde neu tapeziert.
Der Kasten und der untere Teil der Wand wurde neu tapeziert.

Und das ist der Trick:

Die obere Kante der Raufaser nicht geschnitten wurde sondern extra franselig gerissen worden ist.
Auf diese Weise schafft man einen fließenden Übergang zu der alten Tapete, Da die Reißkante sich wunderbar in die ungeordnete Struktur der Raufaser einfügt.
Ein gerader Schnitt wird nie ganz exakt und so würde die Ansatzkante stark sichtbar bleiben.

Die gerissene Raufaserkante schafft einen fließenden Übergang
Die gerissene Raufaserkante schafft einen fließenden Übergang

Das Ergebnis kann sich sehen lassen

Man muss schon genau hin schauen, um nach dem Streichen die Ausbesserungskante zu finden.
Der neue Tapetenbereich muss noch ein zweites Mal gestrichen werden damit die Stärke der Farbschicht halbwegs übereinstimmt und dann ist es nahezu perfekt.

Nach dem Streichen ergibt sich ein gleichmässiges Bild.
Nach dem Streichen ergibt sich ein gleichmässiges Bild.

Und noch ein paar Tipps

Bei weißen Wänden lassen sich kleine Nagellöcher mit Zahnpasta unsichtbar machen.

Bei den größeren Bohrlöchern stopft man Tempo- oder Zewa-Papier mit Hilfe einer Nadel oder einem Zahnstocher in das Loch.
Mit etwas Farbe abdecken – fertig.

Größere Löcher werden beigeputzt und die Stelle wird mit einem rundherum gerissenem Raufaser-Stück ausgebessert.

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